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"Hôtel A la Petite marquise": Abteistadt ist Besitzer der Bauruine
Lokales 5 24.03.2017

"Hôtel A la Petite marquise": Abteistadt ist Besitzer der Bauruine

Die Bauruine am Marktplatz gilt seit Jahren als Schandfleck der Abteistadt.

"Hôtel A la Petite marquise": Abteistadt ist Besitzer der Bauruine

Die Bauruine am Marktplatz gilt seit Jahren als Schandfleck der Abteistadt.
Foto: Anne-Aymone Schmitz
Lokales 5 24.03.2017

"Hôtel A la Petite marquise": Abteistadt ist Besitzer der Bauruine

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Neues Kapitel in der Akte "Hôtel-Restaurant A la Petite marquise": Am Freitagnachmittag wurde der Kaufvertrag zwischen der Stadt und den Eignern unterschrieben.

(asc) - Mit ihrer einladenden Terrasse mit Blick auf den historischen Marktplatz und das Marktkreuz lud sie einst bei sommerlichem Wetter Tausende Menschen zum Verweilen ein. Doch diese Zeiten sind bei dem ehemaligen „Hôtel-Restaurant A la Petite marquise“ längst vorbei. Das Gebäude ist mittlerweile eine Bauruine und zum Schandfleck der Abteistadt geworden.

Doch die Ruine soll nun bald Geschichte sein. Ermöglicht wird dies dadurch, dass die Stadt Echternach am Freitagnachmittag mit der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags offiziell Besitzer des verwahrlosten Gebäudekomplexes geworden ist.

Am 25. November vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass die Gemeinde das ehemalige „Hôtel-Restaurant A la Petite marquise“ kaufen wolle. Danach wurde ein Kaufvorvertrag mit den Eigentümern unterzeichnet und das Abkommen vom Gemeinderat gebilligt. Der Kaufpreis beträgt über drei Millionen Euro.

In der Dezember-Sitzung des Gemeinderats wurde bereits ein Kredit gebilligt, um den Abriss der Bauruine zu finanzieren. Wie der Echternacher Bürgermeister Yves Wengler (CSV) am Freitag bestätigte, wird nun das Lastenheft des Ausschreibungsangebots für den Abriss zusammengestellt.

Die Abrissarbeiten müssen öffentlich ausgeschrieben werden, da die veranschlagten Kosten sich auf rund 400.000 Euro belaufen.

Die Abrissbirne soll im September anrücken

Erhalten bleiben, sollen von dem alten Mauerwerk nur die Fassade, eine Innenwand und die im Hinterhof angesiedelte denkmalgeschützte „Petite portugaise“ - ein Haus, in dem ehemals die portugiesischen Angestellten des Gastronomiebetriebes wohnten.

„Die restlichen Mauern sollen jedoch schnellstmöglich abgetragen werden, um Platz für eine neue Nutzung zu schaffen. Der Abriss soll voraussichtlich ab September erfolgen", sagt Yves Wengler. Auf dem Areal sollen gemäß dem schon für das vorige Immobilienprojekt gestimmten Einzelbebauungsplan (PAP) im Erdgeschoss Geschäftsflächen und in den Obergeschossen Wohnungen entstehen. Die Projektvorlage soll ebenfalls bis Herbst vorgestellt werden, so Yves Wengler.


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