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Hohe Impfrate schützt Luxemburg
Lokales 14.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Masernepidemie in den Nachbarregionen

Hohe Impfrate schützt Luxemburg

Dank hoher Impfrate bleibt Luxemburg bisher von der Masernepidemie verschont.
Masernepidemie in den Nachbarregionen

Hohe Impfrate schützt Luxemburg

Dank hoher Impfrate bleibt Luxemburg bisher von der Masernepidemie verschont.
Foto: shutterstock
Lokales 14.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Masernepidemie in den Nachbarregionen

Hohe Impfrate schützt Luxemburg

Jacques GANSER
Jacques GANSER
In den Nachbarregionen Lothringen und Wallonien häufen sich zurzeit die Masernfälle. Dank einer hohen Impfrate bleibt Luxemburg bisher verschont.

(jag/M.F.) - Eine Masernwelle grassiert zurzeit in den Nachbarregionen Belgiens und Frankreichs. So wurden in den Regionen Metz und Forbach seit dem 30. Januar 44 Fälle gezählt, hauptsächlich Kinder. Offiziell spricht man dort von einer Epidemie. Gleiches Bild in Wallonien, wo insgesamt 70 Fälle erfasst wurden, gewöhnlich werden bloß sieben bis acht Fälle gezählt. Ursache ist eine schwache Impfrate.

"In Luxemburg gibt es keine Fälle, weil die Impfrate praktisch bei 100 Prozent liegt", so Dr. Pierre Weicherding, Leiter der Sanitärinspektion. "Die Kinderärzte leisten sehr gute Aufklärungsarbeit. Gemeldet wurde einzig ein Fall eines Mannes, der sich bei einer Reise nach Thailand ansteckte." Masern fängt man sich wegen der hohen Impfrate so gut wie nie in Luxemburg ein, sie werden fast immer aus anderen Staaten "importiert". 

Sytematische Impfung

Oft wird das Virus auch von Asylantragstellern eingeschleppt, welche aus Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen stammen. "Diese Menschen haben oft nur sehr wenig bis gar keinen Impfschutz. Sie erhalten in Luxemburg aber systematisch alle notwendigen Impfungen oder aber medizinische Betreuung falls eine Krankheit bereits ausgebrochen ist. Infektionsprobleme gibt es deshalb keine", so Dr. Weicherding.

Allerdings sind in Luxemburg auch nach 1980 geborene Erwachsene gefährdet. "Fast alle Erwachsenen,welche vor 1980 geboren sind, besitzen Masern-Antikörper." Später ließ der Impakt der Impfaktionen etwas nach. Nachlassender Schutz kann allerdings zu gravierenden Epidemien führen.

Lebensgefährliche Erkrankung

"Die Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit", so Dr. Weicherding.  Jährlich sterben weltweit rund 115.000 Menschen an den Folgen dieser Erkrankung. Sie ist zudem eine der häufigsten Todesursachen beim Kind. Zudem kann sie zu lebensgefährlichen Lungen- und Hirnhautentzündungenführen und schwere Schädigungen hinterlassen.

"Die Impfung ist problemlos und sehr wirksam. Sie ist der einzige wirksame Schutz gegen diese hochansteckende Krankheit," so Dr. Weicherding.  

   

 


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