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Hitzige Diskussion in Lallingen
Lokales 2 Min. 03.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Frühere Ediff-Schule

Hitzige Diskussion in Lallingen

Derzeit wohnen 100 Asylbewerber in der früheren Ediff-Schule.
Frühere Ediff-Schule

Hitzige Diskussion in Lallingen

Derzeit wohnen 100 Asylbewerber in der früheren Ediff-Schule.
Foto: Chris Karaba
Lokales 2 Min. 03.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Frühere Ediff-Schule

Hitzige Diskussion in Lallingen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Derzeit sind 100 Flüchtlinge in der früheren Ediff-Schule untergebracht. Dies gaben die Minister Corinne Cahen und Dan Kersch vor einem überfüllten Saal am Montagabend in Lallingen bekannt.

(na) - Lückenhafte Informationen zur Flüchtlingsstruktur in der früheren Ediff-Schule, mehrere Polizeieinsätze vor Ort und Gerüchte, die die Runde machten. Die Ausgangslage für die Minister Corinne Cahen und Dan Kersch konnte kaum ungünstiger sein, als sie am Montagabend vor einem überfüllten Versammlungssaal in der Lallinger Sporthalle über die frühere Ediff-Schule informierten wollten.

Eine gewisse Spannung lag bereits vor Beginn der Sitzung in der Luft. Beide Minister gaben auch unumwunden zu, dass die Kommunikation in dieser Angelegenheit nicht gut verlaufen ist.

100 Flüchtlinge in der Ediff-Schule

Diese Kommunikationsdefizite versuchte Integrationsministerin Corinne Cahen nachzuholen indem sie erklärte, dass derzeit 100 Asylbewerber in der früheren Ediff-Struktur wohnen und dass diese über eine maximale Kapazität von 162 Personen verfügt. Sechs Caritas-Mitarbeiter sind vor Ort, sowie sechs Angestellte einer Sicherheitsfirma.

Dan Kersch erklärte seinerseits, dass es sich nur um eine provisorische Lösung handle. Die Struktur in der Ediff-Schule soll schließen, sobald das geplante Heim im Neudorf eröffnet. Hier soll dann die neue Polizeischule, nach einem Umbau der Gebäulichkeiten, eröffnen. 

"Die Leute sind frustriert"

Etwa 250 Personen haben an der Informationsversammlung teilgenommen.
Etwa 250 Personen haben an der Informationsversammlung teilgenommen.
Foto: Nicolas Anen

Erklärungen, die manchen Bürger nicht reichten. "Die Escher sind nicht gegen Flüchtlinge, aber die Leute sind frustriert", hieß es aus dem Saal. Auch wurde regelmäßig auf Polizeieinsätze bei der Struktur aufmerksam gemacht.

Dazu erklärte Daniel Reiffers, Polizeiregionaldirektor für den Süden, dass aus präventiven Gründen eine starke Präsenz im Viertel markiert werde. Zum Einsatz des Polizeihubschrauber am Wochenende erklärte er, dass ein Jugendlicher aus dem Heim "sich etwas antun wollte".

Corinne Cahen hatte zuvor unterstrichen, dass auch einige unbegleitete Minderjährige im Heim untergebracht sind.

Bürgermeisterin Vera Spautz sprach ihrerseits von vier bis fünf Personen "déi sech de Batti stellen". Daraus dürfe man keine verallgemeinerte Schlüsse ziehen.

"Comité de suivi" soll eingesetzt werden

Als sich die Stimmung etwas beruhigt hatte, kam der Vorschlag ein "Comité de suivi" einzusetzen in dem Vertreter von Stadt, Heim und Einwohner vertreten wären. Ein Vorschlag der allgemein auf Zustimmung stieß.

Auf die Frage, wann die neue Struktur in Neudorf eröffnen solle, konnte Dan Kersch keine Antwort geben. Dies weil gegen den entsprechenden Teilbebauungsplan Einspruch erhoben wurde. Der Minister versprach aber: An dem "Tag an dem die Struktur in Neudorf eröffnet, wird die Ediff schließen".


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