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Hitze: Juni 2019 schafft es auf Rang zwei
Lokales 2 Min. 03.07.2019

Hitze: Juni 2019 schafft es auf Rang zwei

Bei über 30 Grad war im Juni jede Abkühlung willkommen.

Hitze: Juni 2019 schafft es auf Rang zwei

Bei über 30 Grad war im Juni jede Abkühlung willkommen.
Lex Kleren
Lokales 2 Min. 03.07.2019

Hitze: Juni 2019 schafft es auf Rang zwei

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Fast wäre der Juni 2019 mit jenem aus dem Jahr 2003 gleich gezogen. Am Ende fehlten aber 0,3 Grad Celsius, um es als wärmster Juni in die Geschichtsbücher zu schaffen.

Der ein oder andere dürfte mit dem Beginn dieser Woche aufgeatmet haben. Auch wenn es weiterhin recht warm ist, so hat die sengende Hitze zumindest eine Pause eingelegt.

Tatsächlich war es im Juni – aus meteorologischer Sicht dem ersten Sommermonat – in Luxemburg überdurchschnittlich warm. Wie der Monatsbilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux zu entnehmen ist, wurde an der Station in Findel ein Mittelwert von 19,5 Grad Celsius gemessen. Dies sind nicht nur 3,6 Grad mehr als im langjährigen Schnitt der Jahre 1981 bis 2010, es ist auch der zweitwärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947. Wärmer als in diesem Jahr war es bisher nur im Juni 2003 während des sogenannten Jahrhundertsommers mit 19,8 Grad Celsius. Zwei weitere Male wurden ebenfalls Durchschnittstemperaturen über 19 Grad gemessen: 1976 (19,3 Grad) und 2017 (19,1 Grad).


People walk through fountain splashes to refreshe themself in the center of Ukrainian capital of Kiev during heat wave on July 2, 2019. (Photo by Sergei SUPINSKY / AFP)
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Aus dem Jahr 2017 stammt auch der bisher wärmste Junitag überhaupt mit 35,4 Grad. Daran ändert auch die Hitzewelle aus der vergangenen Woche nichts, wenn auch a 26. mit 34,7 Grad Celsius der zweitwärmste Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert wurde. Es war aber nicht der einzige heiße Tag im vergangenen Monat: Gleich sieben Mal – in den letzten sieben Tagen des Monats – wurden Maximaltemperaturen jenseits der 30 Grad gemessen. Hinzu kommen neun sogenannte Sommertage, an denen es immer noch wärmer als 25 Grad Celsius war. Nur an vier Tagen schaffte es das Thermometer unterdessen nicht über die 20-Grad-Grenze.

Tropennächte, in denen es nicht auf unter 20 Grad abkühlte, wurden unterdessen zwei verzeichnet. An anderen Tagen war es merklich frischer: Viermal wurden Werte unter zehn Grad gemessen. Am kältesten war es am 7. Juni mit 7,7 Grad Celsius.

15 Stunden am Tag

Sommerlich zeigten sich in den vergangenen Wochen jedoch nicht nur die Temperaturen. Insgesamt wurden in Findel 302 Sonnenscheinstunden gemessen. Dies sind deren rund 75 mehr, als im Juni zu erwarten waren.

An 16 Tagen war die Sonne über zehn Stunden zu sehen, an fünf gar über 15 Stunden. Einen Tag ohne Sonnenschein wurde unterdessen nicht verzeichnet.

Wohl wirken die insgesamt 302 Stunden rekordverdächtig. Sie sind es aber nicht: 1976 wurden deren 334,2 gezählt.


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Weit hinter dem Soll zurück blieb hingegen der Niederschlag. 55,1 Liter pro Quadratmeter entsprechen nur rund zwei Dritteln der vorgesehenen Menge (81,7 Liter pro Quadratmeter).

Zwar wurde an 13 Tagen Niederschlag verzeichnet, mehr als die Hälfte des Regens fiel jedoch alleine am 5. (rund 20 Liter) und 10. (über 10 Liter) Juni.

Weiter kam es im vergangenen Monat in Findel zu fünf Gewittern, dies an vier Tagen. Damit liegt der Juni 2019 deutlich unter dem langjährigen Schnitt (9,7 Gewitter an 5,5 Tagen).

Auch Nebel gab es nur sporadisch. Rund sechs Minuten wurden an einem einzigen Tag an der Wetterstation von Meteolux gemessen. In der Regel sind es im Juni 5,3 Stunden, aufgeteilt auf 2,1 Tage.

Der Sommer bleibt

In den kommenden Tagen bleibt es weiterhin sommerlich. Den aktuellen Voraussagen nach ist mit viel Sonnenscheinstunden zu rechnen, dies bei Temperaturen, die die 30-Grad-Marke jedoch nicht überschreiten werden. Nachts könnte es merklich abkühlen. Mit Niederschlag ist vorerst nicht zu rechnen.

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