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Historisches Schiff kommt zurück nach Schengen
Lokales 3 06.05.2021

Historisches Schiff kommt zurück nach Schengen

Ein Modell der damaligen Marie-Astrid steht im Europamuseum. Das aktuelle Ausflugsschiff mit gleichem Namen ist größer und komfortabler.

Historisches Schiff kommt zurück nach Schengen

Ein Modell der damaligen Marie-Astrid steht im Europamuseum. Das aktuelle Ausflugsschiff mit gleichem Namen ist größer und komfortabler.
Foto: Guy Jallay
Lokales 3 06.05.2021

Historisches Schiff kommt zurück nach Schengen

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Staat und Gemeinde Schengen werden die MS Princesse Marie-Astrid kaufen, in der das Schengener Abkommen unterzeichnet wurde.

Das original erhaltene Schiff MS Princesse Marie-Astrid, auf dem im Jahr 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet wurde, kommt zurück zur Mosel. Als Museumsschiff soll es eine Ausstellung zum Vertrag über die offenen Grenzen beherbergen. 

Touristen und Einheimische müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden: Noch ist das Schiff unter dem Namen „MS Regensburg“ für touristische Ausflüge auf der Donau eingesetzt. Nach dem Transport und Umbau soll es 2025 in Schengen zu besichtigen sein. „Das Schiff gehört zum luxemburgischen und europäischen Kulturerbe“, sagte Tourismusminister Lex Delles am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne. 

Die Gemeinde Schengen hat nun einen Vorvertrag zum Kauf des Schiffes unterzeichnet, der Staat erstattet den Kaufbetrag zu 100 Prozent. Bis zur offiziellen Übergabe gehört es einer Schifffahrtsgesellschaft in Bayern. 

In Schengen soll in den kommenden Jahren ein eigener Anlegesteg für die alte MS Marie-Astrid gebaut werden. Da sie voll einsatzbereit ist, kann sie auch - sozusagen als Wanderausstellung - in andere europäische Länder fahren. Als Ausflugsschiff für Passagiere soll sie dagegen nicht im Einsatz sein. Laut Minister Delles befindet sich die heutige MS Regensburg in einem guten Zustand. Der Raum, in dem 1985 die europäischen Staatsmänner das Abkommen unterzeichneten, ist nahezu im Originalzustand erhalten.

Bürgermeister Michel Gloden (links) und Tourismusminister Lex Delles stellen die Pläne vor.
Bürgermeister Michel Gloden (links) und Tourismusminister Lex Delles stellen die Pläne vor.
Foto: Guy Jallay

Der Schengener Bürgermeister Michel Gloden hob die offenen Grenzen als bedeutende Errungenschaft hervor. „In vielen Gegenden unseres Planeten ist es nicht selbstverständlich, ohne Pass in andere Länder reisen zu können“, sagte er. 

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