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Historische Stahlwerkshalle wird geschützt
Lokales 28.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Historische Stahlwerkshalle wird geschützt

Das filigrane Dachstahlgerüst trägt dazu bei, der Halle einen einzigartigen Charakter zu geben.

Historische Stahlwerkshalle wird geschützt

Das filigrane Dachstahlgerüst trägt dazu bei, der Halle einen einzigartigen Charakter zu geben.
Foto: Guy Jallay
Lokales 28.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Historische Stahlwerkshalle wird geschützt

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Sie ist ein Zeuge der industriellen Vergangenheit von Differdingen: Die Werkshalle, in der sich die Groussgasmaschinn befindet, soll erhalten bleiben und womöglich im Kulturjahr 2022 eine Rolle spielen.

Die historische Werkshalle auf dem Areal des Differdinger Stahlwerkes, in dem sich die Groussgasmaschinn befindet, soll als Monument national geschützt werden. Diesen Vorschlag von Kulturminister Xavier Bettel haben die Räte der Stadt Differdingen kürzlich einstimmig in einem Gutachten angenommen.

Die Groussgasmaschinn, die Teil für Teil renoviert wird, befindet sich in der Werkshalle.
Die Groussgasmaschinn, die Teil für Teil renoviert wird, befindet sich in der Werkshalle.
Foto: Guy Jallay

Die Halle stammt aus dem Jahr 1906, ist etwa 120 Meter lang und 30 Meter breit. Bereits 2007, als es darum ging, die Groussgasmaschinn zu schützen – einst der größte Verbrennungsmotor der Welt –, wurde angeregt, auch die architektonisch wertvolle Halle als erhaltenswert zu klassieren.


12.5. Differdingen / Arcelor Mittal / Groussgasmaschinn Foto:Guy Jallay
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Doch nicht nach Lasauvage

Doch ArcelorMittal wehrte sich damals gegen das Vorhaben. Das Unternehmen sah am Standort der Halle Ausbaumöglichkeiten für das Stahlwerk. Sodass in der Zwischenzeit die Idee entstand, die Groussgasmaschinn in ein Energiemuseum in Lasauvage umzusiedeln.

Gegen diese Pläne, eine große Halle in Lasauvage zu errichten, wehrte sich aber damals eine Bürgerinitiative. Dies mit Erfolg.

In der Zwischenzeit kam es bei ArcelorMittal zu einem Umdenken. Das Unternehmen hat nun einer Klassifizierung zugesagt. Dies auch angesichts des Projektes, das vom Luxembourg Science Center ausgearbeitet wurde. Dieses sieht vor, dass das Science Center in die Halle umziehen könnte.


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Neue Pläne des Science Center

Wie im September bekannt wurde, soll nun eine Interessengemeinschaft mit Vertretern des Science Center, ArcelorMittal, der Regierung und der Stadt Differdingen das Projekt ausarbeiten.

Allerdings habe die Stadt „sich wehren müssen“, um überhaupt in diesem Gremium vertreten zu sein, so Bürgermeister Roberto Traversini in der vergangenen Ratssitzung. Es sei an den Differdinger Räten und nicht an der Regierung oder dem Science Center über die Stadtentwicklung zu entscheiden, so Traversini noch.

Ein Projekt für 2022?

Entsprechend begrüßte er, dass die Stadt nun am Projekt mitarbeiten könne. Andere Ideen für die Halle hat er auch bereits.

So werde er der Vereinigung Esch 2022 das Gebäude für Veranstaltungen im Rahmen des Kulturjahres vorschlagen.


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