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Historiker Paul Spang verstorben
Das LW-Archivfoto zeigt (v.l.n.r.) Paul Spang, Gilbert Trausch (verdeckt), König Juan Carlos I. von Spanien, Staatsminister Pierre Werner und Großherzog Jean bei der Eröffnung der Ausstellung über den "Codex Aureus Escorialensis" in den Staatsarchiven.

Historiker Paul Spang verstorben

Jean Weyrich
Das LW-Archivfoto zeigt (v.l.n.r.) Paul Spang, Gilbert Trausch (verdeckt), König Juan Carlos I. von Spanien, Staatsminister Pierre Werner und Großherzog Jean bei der Eröffnung der Ausstellung über den "Codex Aureus Escorialensis" in den Staatsarchiven.
Lokales 15.03.2012

Historiker Paul Spang verstorben

Im Alter von 86 Jahren verstarb am Sonntag der Luxemburger Historiker Paul Spang. Er kam 1922 in Echternach zur Welt und leitete von 1963 bis 1987 als Direktor die Geschicke des Nationalarchivs. Er war zudem Präsident der historischen Abteilung des "Institut Grand-Ducal".

(mk) - Im Alter von 86 Jahren verstarb am Sonntag der Luxemburger Historiker Paul Spang. Er kam am 6. Juli 1922 in Echternach zur Welt und leitete von 1963 bis 1987 als Direktor die Geschicke des Nationalarchivs. Paul Spang war zudem Präsident der historischen Abteilung des "Institut Grand-Ducal".

Nach den Kriegswirren und seinem Los als Zwangsrekrutiertem, schlug Spang den Weg des Historikers ein und studierte Geschichte in Louvain, Zürich und Paris. Von dort aus kehrte er zurück nach Echternach, wo er von 1950 bis 1963 Geschichte und Sprachen am klassischen Lyzeum lehrte.

Er war der Initiator einer wichtigen Willibrord-Ausstellung im Jahre 1958. Als Direktor der Nationalarchive organisierte Paul Spang 1980 in deren Räumlichkeiten eine vielbeachtete Ausstellung über den "Codex Aureus Escorialensis".

Der namhafte Historiker war Autor zahlreicher Bücher und veröffentlichte Fachartikel in Publikationen wie Hémecht, Die Warte, Cahiers luxembourgeois, Nos cahiers, Luxemburger Marienkalender oder An der Ucht. Dort gab er auch seiner Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Echternach Ausdruck. Diese zeichnete ihn 1998 mit dem "mérite culturel" aus.