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Hesperingen: Bericht nur für Gemeinderat einsehbar
Lokales 03.04.2020

Hesperingen: Bericht nur für Gemeinderat einsehbar

Nun ist es klar: Das Audit kann vom Gemeinderat eingesehen werden - veröffentlicht wird es nicht.

Hesperingen: Bericht nur für Gemeinderat einsehbar

Nun ist es klar: Das Audit kann vom Gemeinderat eingesehen werden - veröffentlicht wird es nicht.
Foto: Jeff Wiltzius
Lokales 03.04.2020

Hesperingen: Bericht nur für Gemeinderat einsehbar

Jeff WILTZIUS
Jeff WILTZIUS
Jahrzehntelang wurden Gemeindegelder in Hesperingen veruntreut. Ein Audit gibt dazu Aufschluss, veröffentlicht wird es jedoch nicht.

Die Analysen zum jahrelangen Finanzbetrug in Hesperingen werden nicht öffentlich gemacht. So lautet wiederholt die Kernaussage vom Bürgermeister der Gemeinde Hesperingen Marc Lies in der Gemeinderatssitzung am Freitag. Allerdings läge der Bericht für die Räte jederzeit zugänglich im Gemeindesekretariat. 

Als Gründe nannte Marc Lies die vertraulichen Informationen, welche der Bericht beinhaltete sowie die Namen der Gemeindemitarbeiter, die während der Analysen von den Wirtschaftsprüfern begleitet wurden. Darüber hinaus stellte der Urheber des Berichtes, Pricewaterhouse Coopers (PwC), Ende März in einem Brief klar, dass das Prüfungsunternehmen mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sei, erklärte der Bürgermeister weiter. 


Lokales, Suivi Veruntreuung Gemeindeverwaltung, Gemeindehaus, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
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Für Marc Lies steht somit außer Frage, dass das Audit über die jahrzehntelange Veruntreuung von Gemeindegeldern in Hesperingen nicht veröffentlicht werden darf: "So ein Betrug darf nie wieder passieren, aber es ist nicht angebracht, die Öffentlichkeit über die bestehenden Kontrollmechanismen innerhalb des Rathauses zu informieren."

Der Gemeinderat akzeptierte diesen Beschluss, doch DP, LSAP und Déi Gréng zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung seitens PwC. Für Roland Tex (Déi Gréng) war doch die Grundidee des Audits seine Veröffentlichung. Auch andere Ratsmitglieder bemängelten, dass ein Privatunternehemen über die Publikation entscheiden könne und die Gemeinde hier kein Mitspracherecht besäße. 

Am Ende aber lobte Claude Lamberty (DP) den Schöffenrat für die offene Kommunikation. Man müsse nun abwarten, was die juristischen Untersuchungen ergeben würden, so der Rat einstimmig.

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