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Herrenberg: Kaserne erwartet neue Nachbarn
Lokales 03.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingsunterkünfte in Diekirch

Herrenberg: Kaserne erwartet neue Nachbarn

Diese Darstellung ist kein Bauplan, soll allerdings eine Vorstellung von den Flüchtlingsstrukturen am Herrenberg geben.
Flüchtlingsunterkünfte in Diekirch

Herrenberg: Kaserne erwartet neue Nachbarn

Diese Darstellung ist kein Bauplan, soll allerdings eine Vorstellung von den Flüchtlingsstrukturen am Herrenberg geben.
Simulation: Nachhaltigkeitsministerium
Lokales 03.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingsunterkünfte in Diekirch

Herrenberg: Kaserne erwartet neue Nachbarn

Kaum 30 Zuhörer hatten sich am Mittwochabend in der Diekircher Hotelschule eingefunden, um den Erläuterungen der Regierung zu den geplanten Flüchtlingsunterkünften am Herrenberg zu lauschen. Kritische Fragen gab es wohl, Widerstand gegen die Pläne allerdings nicht.

(jl) - Kaum 30 Zuhörer hatten sich am Mittwochabend in der Diekircher Hotelschule eingefunden, um den Erläuterungen der Regierung zu den geplanten Unterkünften für voraussichtlicht 300 Flüchtlinge am Herrenberg zu lauschen.

Vielleicht lag es ja auch daran, dass – als Teil der Prozedur zur Einleitung eines „Plan d'occupation du sol“ (POS) – dabei eigentlich die notwendige Zweckzuweisung für das entsprechende Areal gegenüber der Armeekaserne im Fokus stehen sollte. In der Tat können die Bürger die Pläne noch bis zum 23. Dezember einsehen und bis zum 6. Januar gegebenenfalls Stellung beziehen.

Bausch: Provisorium bis zur Bewältigung der Notlage

Das Interesse des Publikums galt dennoch vor allem den Einzelheiten zu Unterbringung, Beschäftigung und Aufenthaltsdauer der Flüchtlinge. François Bausch betonte denn auch, dass es sich um ein "vorübergehend eingerichtetes" Containerdorf handeln werde, das eben zur Bewältigung der aktuellen Notlage gebraucht werde.

Die auf dem Herrenberg untergebrachten Menschen - vor allem aus den Kriegsgebieten Syriens, Iraks und Afghanistans - sollen dort bleiben bis über ihren Antrag auf Asyl entschieden wurde. Anschließend sollen sie anderswo im Lande eine feste Wohnung erhalten bzw. abgeschoben werden.

Die Kinder sollen vor Ort vor allem in Sprachkursen unterrichtet werden, um später möglichst unproblematisch in das nationale Schulsystem wechseln zu können. Claude Meisch betonte den Stellenwert der Schule als besonderen Integrationsfaktor, da man den Menschen nur so Perspektiven öffnen könne.

"Integration heißt Perspektiven öffnen"

Für die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort sorgt übrigens die Caritas, während auch Ordnungspersonal auf dem Areal anwesend sein wird. Caritas-Präsidenten Marie-Josée Jacobs betonte allerdings, dass es bisher nirgends im Lande nennenswerte Probleme gegegen habe.

Waren am Mittwoch aus dem Publikum wohl auch manch skeptische Untertöne zu hören, so gab es doch keinerlei offenen Widerstand gegen die Pläne am Herrenberg.




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