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Heizöl in Stauseezufluss: Trinkwasser nicht gefährdet
Etwa die Hälfte des Trinkwassers wird aus dem Obersauerstausee gespeist.

Heizöl in Stauseezufluss: Trinkwasser nicht gefährdet

Foto: Guy Jallay
Etwa die Hälfte des Trinkwassers wird aus dem Obersauerstausee gespeist.
Lokales 3 29.01.2019

Heizöl in Stauseezufluss: Trinkwasser nicht gefährdet

Am Montag ist in Belgien unweit von Doncols Heizöl in einen Zufluss der Sauer gelaufen. Eine direkte Gefahr für das Trinkwasserreservoir am Obersauerstausee besteht den Behörden zufolge nicht.

Am Montag ist kurz vor 15 Uhr eine Ölverschmutzung der "Donkelserbaach" in der Nähe von Doncols festgestellt worden.

Sofort wurden das Wasserwirtschaftsamt und die Polizei vor Ort beordert. Zudem wurde eine Sondereinheit sowie die das Einsatzzentrum aus Winseler informiert, um Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Der Ursprung der Verschmutzung wurde in Belgien geortet. Unweit der Grenze war Heizöl aus dem Tank eines Privathauses an der N15 ausgetreten, das dann in die Luxemburger Kanalisation floss.

Noch am Nachmittag wurden fünf Ölsperren eingerichtet. Derzeit werden noch weitere Maßnahmen eingeleitet. Wie es in der Pressemitteilung des Corps grand-ducal d’incendie et de secours heißt, konnte eine unmittelbare Gefahr für das Trinkwasser durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte und durch die große Distanz zum Stausee abgewendet werden.

Die Donkelserbaach bildet zunächst mit der Sollerbaach den Bach Kruppbéiwen, der dann als Béiwenerbaach nach insgesamt rund acht Kilometern in Boewen in den Stausee fließt. Etwa die Hälfte des Luxemburger Trinkwassers wird aus dem Obersauerstausee gespeist.


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