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“Heftige Diskussionen” beim Nationalvorstand der ADR
Lokales 19.12.2012 Aus unserem online-Archiv

“Heftige Diskussionen” beim Nationalvorstand der ADR

Parteipräsident Kartheiser (rechts) will die ADR in ruhigere Gewässer führen.

“Heftige Diskussionen” beim Nationalvorstand der ADR

Parteipräsident Kartheiser (rechts) will die ADR in ruhigere Gewässer führen.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 19.12.2012 Aus unserem online-Archiv

“Heftige Diskussionen” beim Nationalvorstand der ADR

Bei einem Treffen des Nationalvorstandes der “Alternativ Demokratesch Reformpartei” ADR ist es am Dienstagabend zu “heftigen Diskussionen” gekommen. Dies bestätigte der Abgeordnete und Vizepräsident Jean Colombera am Mittwochmorgen dem Radiosender DNR.

(jw/DS) - Bei einem Treffen des Nationalvorstandes der “Alternativ Demokratesch Reformpartei” ADR ist es am Dienstagabend zu “heftigen Diskussionen” gekommen. Dies bestätigte der Abgeordnete und Vizepräsident Jean Colombera am Mittwochmorgen dem Radiosender DNR.

Was genau auf dem Treffen entschieden wurde, durfte Colombera nicht mitteilen. Es wurde entschieden, dass das Resultat des Treffens einem Embargo unterliegt und erst am Mittwochmorgen auf einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der ADR mitgeteilt wird. Allgemein wird mit einer “großen Überraschung” gerechnet. Sowohl Jean Colombera als auch Präsident Fernand Kartheiser wollen sich zu Wort melden und über ihre Zukunft bei der Partei sprechen.

Nach dem Austritt von Jacques-Yves Henckes am vergangenen Freitag sollte der Nationalvorstand der ADR am Dienstagabend über das weitere Schicksal der Partei entscheiden. Das Gremium musste darüber befinden, ob es bei der streng konservativen Parteilinie von Kartheiser bleibt, oder ob die ADR sich in Wertefragen wieder neutraler gibt.

Innerparteiliche Differenzen

Am vergangenen Freitag waren die seit langem schwelenden innerparteilichen Differenzen bei der ADR offen ausgebrochen. Weil er die streng konservative Gangart von Präsident Fernand Kartheiser nicht länger mittragen wollte, hatte Jacques-Yves Henckes seinen Austritt aus der Partei erklärt. Auch der Nord-Abgeordnete Jean Colombera hatte darauf hin seinem Ärger Luft gemacht und der Reformpartei ein Ultimatum gestellt. Falls die ADR nicht innerhalb eines Monats zu einer neutralen Haltung bei den gesellschaftspolitischen Fragen zurückfinde, werde auch er der Partei den Rücken zu kehren.

Colombera hatte indirekt den Rücktritt von Fernand Kartheiser als Parteivorsitzenden gefordert, indem er vorschlug, dass Gast Gibéryen bis zum Ende der Legislaturperiode den Vorsitz der ADR ad interim übernehmen sollte. Auch Vizepräsident Marc Gatti ist aus der Partei ausgeschieden, weil er Kartheiser in gesellschaftspolitischen Fragen nicht mehr folgen wollte.

Jacques-Yves Henckes hatte derweil heute Mittag seinen ersten Auftritt als unabhängiger Abgeordneter. Im Parlament sprach er sich für die Anhebung des Mindestlohns aus. Ab dem 1. Januar steigt der Mindestlohn von 1.846,51 auf 1.874,19 Euro.


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