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Haze und Vic erschnüffeln Drogen im Gefängnis
Lokales 2 Min. 30.06.2022
Neue Hundestaffel beendet Ausbildung

Haze und Vic erschnüffeln Drogen im Gefängnis

In welcher Kiste stecken die Drogen? Die zwei Spürhunde beenden im September ihre Ausbildung.
Neue Hundestaffel beendet Ausbildung

Haze und Vic erschnüffeln Drogen im Gefängnis

In welcher Kiste stecken die Drogen? Die zwei Spürhunde beenden im September ihre Ausbildung.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 30.06.2022
Neue Hundestaffel beendet Ausbildung

Haze und Vic erschnüffeln Drogen im Gefängnis

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Mit ihren feinen Nasen sollen zwei belgische Schäferhunde illegale Substanzen bei Häftlingen aufspüren. Zu fürchten braucht sich niemand vor ihnen.

Sie sind diskret, äußerst diszipliniert und haben eine feine Nase: Vic und Haze heißen die zwei neuen Mitarbeiter der Gefängnisverwaltung. Die zwei belgischen Schäferhunde („Malinois“) befinden sich am Ende ihrer Ausbildung als Drogenspürhunde. Ab Oktober sollen sie Häftlinge und Gebäude in den dann drei Luxemburger Gefängnissen überprüfen und Drogen erschnüffeln

Am Donnerstag stellten Justiz- und Finanzministerium die neu gebildete Hundestaffel der Gefängnisverwaltung vor. „Wir wissen, dass Drogen in den Gefängnissen ein Thema sind. Sie werden entweder hineingeschmuggelt oder über die Mauer geworfen“, sagte Justizministerin Sam Tanson (Déi Gréng). Die Häftlinge machen sich durch den Drogenbesitz strafbar und gefährden durch den Konsum ihre Gesundheit. Außerdem entsteht unter den Häftlingen dadurch ein Handel mit der verbotenen Ware. 

Der belgische Schäferhund Haze bewegt sich eng an Hundeführerin Sandra geschmiegt durch den Hindernisparcours.
Der belgische Schäferhund Haze bewegt sich eng an Hundeführerin Sandra geschmiegt durch den Hindernisparcours.
Foto: Gerry Huberty

Ausbildung durch die Zollverwaltung

Spürhunde kamen bisher bei der Polizei, den Rettungsdiensten und der Zollverwaltung zum Einsatz, jedoch nicht bei der Gefängnisverwaltung. Mit der neuen Hundestaffel, die aus zwei Hundeführern und zwei Spürhunden besteht, soll sich das ab Ende der Ausbildung im September bald ändern. Die Ausbildung der tierischen und menschlichen Fachkräfte lief bei der Hundestaffel der Zollverwaltung ab, erläuterte Finanzministerin Yuriko Backes (DP). 


Les chiens Haze et Vic lors d’une session d’entraînement
Vic, Haze und die Drogen im Knast
Zwei belgische Schäferhunde werden derzeit für die Drogenbekämpfung im Strafvollzug ausgebildet.

Die zwei belgischen Schäferhunde sollen den Häftlingen und Gefängnisbesuchern keine Angst einjagen. Vielmehr ist ihr ausgezeichneter Geruchssinn gefragt, mit dem sie eine ganze Reihe von illegalen Drogen aufspüren können. Bei einer Vorführung im halboffenen Gefängnis in Givenich war von Vic und Haze kein Bellen und kein Zähnefletschen zu hören oder zu sehen. Dafür schafften die zwei es in Rekordzeit, aus einer Reihe von Holzkisten diejenige mit einem Tütchen Haschisch zu erschnüffeln und entdeckten eine versteckte Portion Heroin in einer Schreinerwerkstatt voller Zuschauer und Geräte. 

„Alles ist auf den Spieltrieb ausgerichtet“: Ausbilder Samuel Dammé.
„Alles ist auf den Spieltrieb ausgerichtet“: Ausbilder Samuel Dammé.
Foto: Gerry Huberty

Auf den Spieltrieb ausgerichtet

Haben Vic und Haze das Drogenpäckchen detektiert, setzen sie sich auf den Boden und schauen in Richtung der Geruchsquelle - so lange, bis ihr Hundeführer ihnen ein Spielzeug reicht. „Es sind junge Hunde im Alter von zehn bis 20 Monaten“, erklärt Ausbilder Samuel Dammé von der Zollverwaltung. „Das ganze Training ist auf ihren Spieltrieb ausgerichtet.“ 

Wird ein Häftling mit Drogen erwischt, ruft das Gefängnispersonal die Polizei und der Insasse bekommt eine Strafanzeige. 

Für die Ausbildung als Hundeführer hatten sich neun Mitarbeiter der Gefängnisverwaltung beworben, zwei wurden ausgewählt. Für die Hunde ist die einjährige Ausbildung zeit- und kostenintensiv. Ein fertiger Drogenspürhund wird auf dem Markt für 25.000 bis 50.000 Euro gehandelt.  


Groupe Cynotechnique / Protection Civile / Examen / Photo: Blum L.
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In einem Vierteljahrhundert hat die Hundestaffel des CGDIS so einiges erlebt. Bereits einigen Menschen wurde durch ihren Einsatz das Leben gerettet.

Standort der Hundestaffel wird Givenich sein, weil auf dem Gefängnisgelände - einem ehemaligen Landgut - genug Platz ist, sagte Serge Legil, Direktor der Gefängnisverwaltung. Ein Ausbau der Hundestaffel mit einem dritten oder vierten Hundeführer ist derzeit nicht geplant, könnte aber in Zukunft eine Überlegung wert sein, meinte er. 

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