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Hausärzte auch weiterhin ohne Blaulicht
Sondersignale sind laut Verkehrsgesetz insbesondere der Polizei, dem CGDIS, der Armee und dem Zoll für Eildienstfahrten vorbehalten.

Hausärzte auch weiterhin ohne Blaulicht

Foto: Steve Remesch / LW-Archiv
Sondersignale sind laut Verkehrsgesetz insbesondere der Polizei, dem CGDIS, der Armee und dem Zoll für Eildienstfahrten vorbehalten.
Lokales 17.04.2019

Hausärzte auch weiterhin ohne Blaulicht

Allgemeinmediziner, welche mit ihrem Privatfahrzeug zu Patienten fahren, werden auch in Zukunft keine Sonderrechte im Verkehr haben. Diese bleiben den staatlichen Sicherheits- und Rettungsdiensten vorbehalten.

(str) - Hausärzte werden auch in Zukunft nicht mit Blaulicht und Sirene ausrücken können. Das antwortet Mobilitätsminister François Bausch (déi Gréng) auf eine entsprechende Anfrage des Abgordneten Max Hahn (DP).

Diese Sondersignale seien laut Verkehrsgesetz insbesondere der Polizei, dem CGDIS, der Armee und dem Zoll für Eildienstfahrten vorbehalten. Die Zahl der Fahrzeuge mit Blaulicht werde auf ein Minimum eingeschränkt, damit sie Zweck und Wirkung nicht verlieren: Das Herannahen eines Fahrzeugs im Eildienst, das sich über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegsetzen darf.

Blaulicht und Sirene auch für Privatfahrzeuge zuzulassen, könne dazu führen, dass vielseitige Berufsgruppen dies auch für sich beanspruchen. Die Nutzung würde dadurch banalisiert.

Der Minister bevorzugt daher eine andere Gangart: Die Einbindung von Ärzten und Professionellen aus Gesundheitsberufen in den Freiwilligendienst des CGDIS, etwa als First Responder. Dies entspreche zum einen den Zielen der Reorganisation der Rettungsdienste und löse zu anderen auch mit Noteinsätzen einhergehende Problemstellungen, etwa die Organisation der Bereitschaftsdienste, die Ausrüstung, die Ausbildung, die Versicherung und die Entlohnung der Betroffenen. 


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