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Haus Thyes: Haus Thyes: Die Bagger rollen an
Lokales 02.07.2014 Aus unserem online-Archiv

Haus Thyes: Haus Thyes: Die Bagger rollen an

Das Félix Thyes Haus in Lintgen

Haus Thyes: Haus Thyes: Die Bagger rollen an

Das Félix Thyes Haus in Lintgen
Foto: Joaquim Valente
Lokales 02.07.2014 Aus unserem online-Archiv

Haus Thyes: Haus Thyes: Die Bagger rollen an

In Lintgen wird das Haus des Luxemburger Schriftstellers Félix Thyes aus der Zeit um 1830 nun abgerissen. Der Promoter, der das Haus des ehemaligen Schristellers gekauft hat, wird stattdessen dort ein Apartmentgebäude errichten. Die Bagger sind bereits angerollt...

In Lintgen sorgte das Haus Thyes aus der Zeit um 1830 in den letzten Wochen für viel Wirbel. Durch den geplanten Abriss des Hauses des Luxemburger Schriftstellers Félix Thyes wurde nicht nur über den literaturhistorischen und architektonischen Wert des Gebäudes diskutiert, sondern auch über Denkmalschutz im Großen und Ganzen. Wie das „Luxemburger Wort“ bereits am 18. Juni berichtete, hat ein Promoter das Haus aufgekauft. Ein Apartmentgebäude soll das ehemalige Schriftstellerhaus zukünftig ersetzen.

Der erste Bagger ist bereits angerollt, um mit den Abrissarbeiten zu beginnen.
Der erste Bagger ist bereits angerollt, um mit den Abrissarbeiten zu beginnen.
Foto: Vesna Andonovic

Frank Wilhelm, emeritierter Professor der Universität Luxemburg, hat sich eingehend mit Félix Thyes beschäftigt. Für ihn stellt der Abriss des Hauses einen Skandal dar. Ihm zufolge ist die Wichtigkeit des Thyes-Hauses mit der des Michel Rodange oder Victor Hugo Hauses gleichzusetzen.

Anstatt das historische Gebäude des Schriftstellers neu instand zu setzen hat man sich allerdings für den Abriss entschieden. Eine Gedenkpalette an dem dort entstehenden Apartmentgebäude soll jedoch auch weiterhin daran erinnern, dass dort einst das Haus von Félix Thyes stand. Durch den drohenden Abriss wurden zunehmend Unmutsstimmen laut, so auch die der Nachfahren, die mithilfe einer Petition das Haus erhalten wollten.

Die Bagger sind bereits angerollt und die Abrissarbeiten haben begonnen. Von dem Kulturgut wird in Kürze lediglich noch eine kunsthistorische Dokumentation, sowie die Gedenkplatte übrig sein.