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Hauptstadt sagt illegaler Müllentsorgung den Kampf an
Lokales 2 Min. 13.02.2019

Hauptstadt sagt illegaler Müllentsorgung den Kampf an

479 Tonnen illegal entsorgten Mülls sammelte der hauptstädtische Hygienedienst im vergangenen Jahr ein.

Hauptstadt sagt illegaler Müllentsorgung den Kampf an

479 Tonnen illegal entsorgten Mülls sammelte der hauptstädtische Hygienedienst im vergangenen Jahr ein.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 13.02.2019

Hauptstadt sagt illegaler Müllentsorgung den Kampf an

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Täglich ist eine zwölfköpfige Truppe der Stadt Luxemburg damit beschäftigt, illegal entsorgten Abfall in der Stadt zu entfernen. Ein Umstand, den die Stadtverantwortlichen nicht länger dulden wollen. Wird der Täter erwischt, droht ihm eine Geldstrafe von 148 Euro.

Die Stadt Luxemburg hat ein Problem mit illegal entsorgtem Müll. Allein im vergangenen Jahr sammelte der hauptstädtische Hygienedienst 479 Tonnen Abfall ein, der nicht gesetzeskonform abgeladen wurde. Dies gab der Schöffenrat der Stadt Luxemburg am Mittwoch während des monatlichen City Breakfast bekannt.

Laut Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) gibt es zwei Vorgehensweisen: Während einige ihren Müll in den Wäldern abstellen würden, werde ein Großteil der Gegenstände an jenen Standorten abgeladen, an denen sich Container für Glas, Papier und Kleider befinden. An jenen 61 Stellen würde der Hygienedienst täglich - von montags bis sonntags  - für Sauberkeit sorgen und die Abfälle einsammeln. Dabei handele es sich nicht nur um kleinere Gegenstände, sondern mitunter auch um Waschmaschinen, Fernseher und Ähnliches.

Verantwortlich für die Abfallbeseitigung ist eine zwölfköpfige Truppe. Eine Tätigkeit, welche die Stadt Luxemburg denn auch  860.000 Euro pro Jahr kostet.

Auf die Frage, ob die Stadt beabsichtige die 61 Standorte mit Kameras auszustatten, um die Situation zu verbessern, gab es noch keine konkrete Antwort. "Ich habe nicht gesagt, dass wir es nicht tun werden", so Lydie Polfer, die aber auch erklärte, dass sich das Problem damit auch verlagern könnte.

"Wir haben ein richtiges Problem", unterstrich Schöffe Patrick Goldschmidt (DP) in diesem Zusammenhang. So sei die Zahl solcher Vorfälle in den vergangenen leicht steigend, dies trotz eines kostenlos zugänglichen Recyclingparks für alle Bürger der Hauptstadt. Ein Umstand, den die Verantwortlichen der Stadt aber nicht länger dulden wollen.

In diesem Sinne hätten die verantwortlichen Angestellten sich bereits darauf spezialisiert, die Personen ausfindig zu machen, welche ihren Abfall illegal entsorgen würden. Allein im Jahr 2017 seien 134 Personen protokolliert und mussten ein Bußgeld von 148 Euro zahlen. Im vergangenen Jahr wurden immerhin 100 Personen erwischt.

Um noch mehr Täter zu finden, hat die Stadt Luxemburg seit Anfang Januar eine zusätzliche Person eingestellt, die sich verstärkt auf die Spurensuche konzentrieren wird.

"Wir wollen nicht, dass die Bürger ihren Dreck dort abladen, wo sie es gerade passend finden", so Goldschmidt weiter. Klare Worte fand auch Lydie Polfer: "Wir fordern mehr Disziplin von den Bürgern."

In Zukunft will man die Bürger verstärkt zum Thema Recycling sensibilisieren und ihnen dabei die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Mülltrennung und -entsorgung näher bringen.


 


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