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Hauptstadt: Obdachlose im Winter versorgt
Lokales 18.11.2020

Hauptstadt: Obdachlose im Winter versorgt

Um in den Winternächten nicht auf der Straße schlafen zu müssen, bietet die Hauptstadt den Obdachlosen kostenlos 220 Betten an.

Hauptstadt: Obdachlose im Winter versorgt

Um in den Winternächten nicht auf der Straße schlafen zu müssen, bietet die Hauptstadt den Obdachlosen kostenlos 220 Betten an.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv
Lokales 18.11.2020

Hauptstadt: Obdachlose im Winter versorgt

Jeff WILTZIUS
Jeff WILTZIUS
Trotz der Corona-Pandemie ist für die Obdachlosen in der Stadt Luxemburg auch im kommenden Winter gesorgt.

Die obdachlosen Menschen, die auf den Straßen der Hauptstadt leben, können auch in diesem Winter auf die Hilfe der Hauptstadt zählen. Das betonte Sozialschöffe Maurice Bauer (CSV) am Mittwoch beim City Breakfast, dem monatlichen Treffen des hauptstädtischen Schöffenrats mit der Presse.

Denn auch wenn wegen der Corona-Pandemie sich die Organisation in diesem Jahr schwieriger gestaltete als sonst üblich, gebe es auf dem Gebiet der Hauptstadt insgesamt 220 Betten für die Nacht: „Zwei Foyer de Nuit, welche das gesamte Jahr über für die Betroffenen offen sind, stehen zur Verfügung. Hinzu kommt im Winter die Wanteraktioun in Findel“, so Maurice Bauer. „Bisher waren noch nie alle Betten belegt.“ Auch für warme Mahlzeiten gebe es genügend Infrastrukturen.

Wichtige Helfer in schweren Zeiten

Lob gab es indes vom Schöffenrat für den hauptstädtischen Service Streetworker. So konnte im Jahr 2019 insgesamt 913 Menschen in der Hauptstadt durch die Hilfe der Streetworker mit weiterführenden Angeboten geholfen werden


Lok , City Breakfast , Obdachlose in Luxemburg, Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
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Maurice Bauer, Sozialschöffe in der Hauptstadt, spricht über die Probleme der Obdachlosen in diesen Tagen.

In diesem Team arbeiten derzeit 17 Sozialarbeiter und Sozialpädagogen - ein Projekt, welches integral von der Stadt Luxemburg finanziert und von den Vereinigungen Asti, Caritas Accueil et Solidarité, Caritas Jeunes et Familles sowie Inter-Actions getragen wird. 

Die Streetworker unterstützen Jugendliche und Erwachsene, für die die Straße ein zentraler Lebensort ist, mit Szene-orientierten Leistungen - und Hilfen wie unter anderem mit kostenlosen Lesebrillen. 

Bisher waren noch nie alle Betten belegt.

Maurice Bauer

Und eine weitere Zahl wurde am Mittwoch bekannt. Wie der Sozialschöffe erklärte, gebe es in der Hauptstadt 74 Interventionsorte, welche regelmäßig von den Streetworker besucht werden würden. Besonders betroffen seien unter anderem die Stadtteile Bahnhofsviertel, Bonneweg und der Bahnhof in Dommeldingen. An diesen Orten kämen die betroffenen Menschen öfters in Gruppen zusammen. Doch genaue Zahlen, wie viele Obdachlose derzeit auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg leben, gebe es laut dem Sozialschöffen nicht.

Für das Drogenzentrum Abrigado im Viertel Gare gibt es verlängerte Öffnungszeiten. So sei die Anlaufstelle nun am Wochenende von 7.30 Uhr bis 21 Uhr geöffnet.

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