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Hauptstadt: Mehr Sicherheit für Bonneweg
Lokales 2 Min. 10.02.2021

Hauptstadt: Mehr Sicherheit für Bonneweg

Der Präventions- und Mediationsdienst "A vos Côtés" wird ab Ende Mai auf Bonneweg ausgeweitet.

Hauptstadt: Mehr Sicherheit für Bonneweg

Der Präventions- und Mediationsdienst "A vos Côtés" wird ab Ende Mai auf Bonneweg ausgeweitet.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 10.02.2021

Hauptstadt: Mehr Sicherheit für Bonneweg

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Nach dem tragischen Tod eines jungen Mannes vor zwei Wochen in Bonneweg setzt die Stadt Luxemburg auf neue Maßnahmen.

Am 26. Januar hatte ein 18-jähriger Mann bei einer Auseinandersetzung in Bonneweg tödliche Verletzungen erlitten. Die Stadt Luxemburg will nun den neu geschaffenen Dienst „A vos Côtés“ auf das Viertel Bonneweg ausdehnen. Das teilte Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) am Mittwoch beim City Breakfast, dem monatlichen Treffen des hauptstädtischen Schöffenrats mit der Presse, mit. 


Bekannte des Opfers erinnerten am Mittwoch am Tatort an ihren Freund.
Bonneweg: 18-Jähriger erstochen - Jugendliche festgenommen
Bei einer Messerstecherei in Bonneweg wurde am Dienstagabend ein 18-Jähriger tödlich verletzt. Zwei Jugendliche sind inzwischen festgenommen worden.

Nach der tödlichen Attacke haben sich die Verantwortlichen der Stadt Luxemburg, von Justiz, Polizei, des Lycée technique de Bonnevoie und die hauptstädtischen Streetworker getroffen, um zu ergründen, was getan werden kann, um das Erlebte zu verarbeiten und die Situation vor Ort zu verbessern, derweil die Ermittlungen laufen. 

Der Präventions- und Mediationsdienst „A vos Côtés“ (an Ihrer Seite) hat seine Arbeit am vergangenen 15. Dezember aufgenommen. Dabei handelt es sich um eine Sozialmaßnahme der Stadt Luxemburg in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Inter-Actions.


Lok , Pres Service A vos Côtés , Inter-Actions, Nachbarschaftsdienst im Garer Viertel , ITV Verantwortliche und Maurice Bauer , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Quartier Gare: Stadt Luxemburg will unterstützen statt strafen
Mit „A vos côtés“ setzt die Stadt Luxemburg auf eine neue Sozialmaßnahme im Bahnhofsviertel, die den Einwohnern, Geschäftsleuten und Schülern zugute kommt.

Aufgabe des siebenköpfigen Teams ist es, durch aktive Unterstützung der Einwohner des Bahnhofsviertels und Übernahme der Rolle eines Mediators in diesem Stadtteil sichtbar Präsenz zu zeigen. Dabei arbeitet der Dienst eng mit der Polizei und den Streetworkern zusammen.

Wie Lydie Polfer weiter ausführte, müssen zunächst weitere Mitarbeiter auf diese Aufgaben vorbereitet werden, ehe sie voraussichtlich ab Ende Mai in Bonneweg eingesetzt werden, um auch dort für ein verbessertes Sicherheitsgefühl zu sorgen.

Umfrage zur Sicherheit

Apropos Sicherheit: Dass im Bahnhofsviertel und in der Oberstadt seit Anfang Dezember Wachleute einer privaten Sicherheitsfirma patrouillieren, hatte Anfang Dezember für viele Diskussionen gesorgt. Mittlerweile hat die Stadt Luxemburg den Vertrag bis Ende März verlängert. 


Am Bahnhof musste die Polizei am Dienstag einen Betrunkenen festnehmen.
Sicherheitsfirma in Viertel "Gare": Schöffenrat reagiert auf Kritik
Der hauptstädtische Schöffenrat reagiert in einem Schreiben auf die Kritik der LSAP, déi Lénk und Grünen.

Seit den Diskussionen in der Chamber sei noch nichts geschehen, bedauerte die Stadtbürgermeisterin. „Es müssen Maßnahmen auf legislativer Ebene ergriffen werden“, forderte Polfer.  Dies betreffe die Gesetzestexte über die sogenannten Services de gardiennage und eine Befugniserweiterung der Polizei. 

Um von den Einwohnern zu erfahren, wie sie die Situation aktuell bewerten, wird in den kommenden Wochen eine Umfrage stattfinden, so Lydie Polfer. Corona-bedingt ist eine Versammlung mit den Bürgern, wie sie im Oktober 2019 stattgefunden hatte, nicht möglich.  

Videokameras in den Bussen

Läuft alles nach Plan, werden ab März Videokameras in 24 neuen hauptstädtischen Bussen für die Sicherheit der Passagiere und der Fahrer sorgen. Später sollen auch die restlichen Busse mit Kameras ausgestattet werden.

Laut Mobilitätsschöffe Patrick Goldschmidt (DP) handelt es sich um einen Videokameraschutz. Die Aufzeichnungen werden nur dann angeschaut, wenn es  beispielsweise im Bus zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen ist, und das Videomaterial der Aufklärung resp. der Strafverfolgung dienen kann.  

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