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"Hasseler Mord": Drei Anträge auf finanzielle Entschädigung
Das Wohnhaus des Opfers in Hassel wurde mittlerweile abgerissen.

"Hasseler Mord": Drei Anträge auf finanzielle Entschädigung

Foto: Steve Remesch
Das Wohnhaus des Opfers in Hassel wurde mittlerweile abgerissen.
Lokales 12.05.2016

"Hasseler Mord": Drei Anträge auf finanzielle Entschädigung

Maxime LEMMER
Im Fall "Hassler Mord" konnte der Täter noch nicht ausfindig gemacht werden. Inzwischen haben die drei Ex-Beschuldigten nach ihren Freispruch eine finanzielle Entschädigung beantragt.

(ml) - Mehr als fünf Jahre nach dem "Hasseler Mord" ist der Mörder weiter auf freiem Fuß. Die Ermittlungen der luxemburgischen Justiz dauern an, bestätigt die Staatsanwaltschaft.

Inzwischen haben drei ehemalige Beschuldigte, die freigesprochen wurden, eine finanzielle Entschädigung für vier Jahre U-Haft beantragt. Darüber berichtete RTL Tëlé Lëtzebuerg am Mittwochabend. Die Anträge werden nun parallel geprüft, heißt es aus dem Justizministerium. Noch vor dem Sommer soll eine Entscheidung getroffen werden.

Nach dem brutalen Mord an Camille K. waren die drei Ex-Angeklagten in erster Instanz aufgrund einer großen Anzahl von Indizien zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Das Trio legte Berufung ein und wurde im März vergangenen Jahres freigesprochen.

Auch Pascal K., der Adoptivsohn des Opfers, fordert für die vier Jahre, die er hinter Gitter verbrachte, einen Schadenersatz. Seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis hat er zwei Bücher geschrieben.

Pascal K. gibt an, er wisse wer seinen Adoptivvater umgebracht habe und beruft sich dabei u. a. auf die Ermittlung eines französischen Polizisten, ohne jedoch einen Namen zu nennen. Der 69-jährige Camille K. war an Allerheiligen im Jahr 2010 in seinem Haus in der Rue Killebierg im Schlaf mit einer Axt erschlagen worden.


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