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Gute Weine beim "Maacher Wäimoart"
Lokales 22 2 Min. 26.04.2019

Gute Weine beim "Maacher Wäimoart"

Der Weinkönigin Sophie und ihren Prinzessinnen wird weißer Wein eingeschenkt.

Gute Weine beim "Maacher Wäimoart"

Der Weinkönigin Sophie und ihren Prinzessinnen wird weißer Wein eingeschenkt.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 22 2 Min. 26.04.2019

Gute Weine beim "Maacher Wäimoart"

Über 400 Weine und Crémants mit Mostgewichten von 90 bis 100 Grad Öchsle können die Besucher beim "Wäimoart" bis Freitag, 21 Uhr, pröbeln.

Bei kühlem Frühlingswetter wurde am Freitagvormittag der 89. "Maacher Wäimoart" in Grevenmacher eröffnet. Wegen des Todes von Altgroßherzog Jean und der danach von der Regierung ausgerufenen Staatstrauer fand das Weinevent allerdings ohne musikalisches Programm und Präsenz von Ministern statt.

In seiner Begrüßungsansprache sagte Bürgermeister Léon Gloden: "Großherzog Jean war ein großer Unterstützer der Mosel. Er setzte sich stets für das Wohl der Region und der Menschen, die dort leben und arbeiten, ein." Das ehemalige Staatsoberhaupt habe sich besonders für den Weinbau interessiert und sei oft bei Winzern zu Gast gewesen. Und auch bei Überschwemmungen sei er an die Mosel gekommen, um die betroffenen Einwohnern moralisch zu unterstützen, sagte Léon Gloden.

Der 89. Wäimoart, der gut drei Wochen später als die vorigen Auflagen stattfindet, verbindet Önologie und Tradition. Weil es alljährlich das erste Weinfest des Jahres an der Mosel ist, bekommen die Weinkenner und -liebhaber dort erstmals die Gelegenheit, die neuen Weine und Crémants zu verkosten und sich somit von deren Qualität zu überzeugen. Diejenigen, die am Freitag noch nicht auf dem Weinfest in Grevenmacher vorbeischauen konnten, können dies noch am Freitag von 16 bis 21 Uhr tun. Im Sport- und Kulturzentrum bieten 34 Winzerbetriebe an ihren Ständen über 400 Weine und Crémants zum Pröbeln an.

Das Luxemburger Weinbaugebiet mit seinen 1.248 Hektar Weinbergen zählt zu den kleinsten Weinbaugebieten Europas. Die Weinbergsparzellen werden von 294 Betrieben bewirtschaftet.

Überdurchschnittliche Traubenmenge

Mit über 135.000 Hektolitern lag das Lesegut bei der Traubenernte 2018 deutlich über dem zehnjährigen Jahresdurchschnitt von 110.000 Hektolitern. Doch nicht nur über die Mengen konnten sich die Winzer freuen, sie können auch mit der Qualität der Weine zufrieden sein. Denn wie die Luxemburger Weinkönigin Sophie mitteilte, waren die Mostgewichte der 2018er-Weine exzellent. Oft seien Öchslewerte zwischen 90 und 100 Grad gemessen worden.


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Léon Gloden regte indes an, dass im Horesca-Bereich künftig eine Prämie eingeführt werden könnte, deren Endbetrag proportional zum Anteil der vom Gastronomiebetrieb verkauften Luxemburger Weinprodukte ausbezahlt werde. Wegen der hohen Qualität der 2018er-Weinprodukte und der hohen Mostgewichte würden verschiedene Weine einen Alkoholgehalt von über 14 Prozent erreichen. Dies habe den Nachteil, dass dadurch nicht 14 Prozent Mehrwertsteuer verrechnet werden müsse, sondern 17 Prozent. Auch diesbezüglich müsse die Regierung schauen, wie sie den Winzern entgegenkommen könne, so Léon Gloden weiter.


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