Gute Taten in der Corona-Krise: Luxemburg zeigt sich solidarisch
Gute Taten in der Corona-Krise: Luxemburg zeigt sich solidarisch
In Zeiten der Krise ist gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je. Nur gemeinsam können die Auswirkungen des Corona-Virus so gering wie möglich gehalten werden. Die Regierung ergriff diese Woche mehrere Maßnahmen, um die Verbreitung des Erregers einzudämmen und gleichzeitig die Konsequenzen für Bürger abzumildern. Arbeitnehmer bekommen etwa zusätzlichen Sonderurlaub, um sich zuhause um ihre Kinder zu kümmern. 150.000 Schüler müssen nämlich ab Montag nicht mehr zum Unterricht erscheinen, weil alle Schulen des Landes für zwei Wochen geschlossen sind.
Doch mit dieser Maßnahme allein ist es nicht getan. Die Regierung appelliert auch an die Solidarität "sowohl in der Familie, in der Nachbarschaft und im Freundeskreis", wie Bildungsminister Claude Meisch am Freitag erklärte. "Der Sonderurlaub aus familiären Gründen ist dazu gedacht, Menschen in Not zu helfen", betont Arbeitsminister Dan Kersch am Sonntag auf Facebook. "Daher bitte ich jeden, ihn nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn er wirklich gebraucht wird." Die Sonderregelung koste Dutzende Millionen Euro, sagte Kersch. "Sie wird von uns allen über die Gesundheitskasse solidarisch bezahlt."
Auch die generationenübergreifende Solidarität ist in Zeiten der Corona-Krise gefragt. Ältere sowie gesundheitlich schwache Menschen bekommen die Auswirkungen der Pandemie derzeit besonders zu spüren. Mit spontanen Initiativen wollen viele Menschen in Luxemburg nun ihre Solidarität mit dieser sogenannten Risikogruppe zeigen.
Pfadfinder wollen gute Taten leisten
So greifen etwa die Scoutsverbände FNEL und LGS Menschen, die Hilfe derzeit gut gebrauchen können, mit kleinen Aktionen freiwillig unter die Arme. Die Pfadfinder bieten etwa an, die Einkäufe zu erledigen, mit dem Hund Gassi zu gehen oder Medikamente von der Apotheke zu besorgen.
Wer die Hilfe der Scouts in Anspruch nehmen will, kann sich unter der Telefonnummer 27 400 496 oder per Mail an ba@fnel.lu melden. Die Hotline und die E-Mail-Adresse sind ab Sonntag, 15. März, 14 Uhr, aktiv. Die Aktion wird in den sozialen Medien unter dem Hashtag #AllDagengBA beworben. Informationen zur Aktion der LGS finden sich hier.
Auch die Aktion "GoldenMe Luxembourg" will ältere und kranke Menschen vom Einkaufen entlasten und stellt etwa Musterzettel zur Verfügung, die im Treppenhaus oder im Lift von Wohngebäuden aufgehängt werden können. Menschen, die weniger gefährdet sind, können so ihre Hilfsbereitschaft kundtun und ihre Telefonnummern hinterlassen.
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In den Facebook-Gruppen Volunteer help against Corona - Luxembourg und Zesummen stark bieten Menschen ebenfalls ihre Hilfe beim Einkaufen oder bei der Aufsicht von Kindern an.
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