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Grundwasserpegel auf niedrigem Niveau
Lokales 29.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Grundwasserpegel auf niedrigem Niveau

Das Trinkwasser stammt in Luxemburg zu zwei Drittel aus Quellen und Tiefbrunnen.

Grundwasserpegel auf niedrigem Niveau

Das Trinkwasser stammt in Luxemburg zu zwei Drittel aus Quellen und Tiefbrunnen.
Foto: Getty Images
Lokales 29.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Grundwasserpegel auf niedrigem Niveau

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Der Großteil des Trinkwassers in Luxemburg stammt aus unterirdischen Quellen. Deren Wasserstand liegt zurzeit deutlich unter dem langjährigen Mittel.

Mehrere regenarme Winter tragen die Schuld dafür, dass die Grundwasserpegel in Luxemburg unter ihrem eigentlichen Soll liegen. Der Pegel lag im März 25 Prozent unter dem langjährigen Mittel, der Stand ist allerdings konstant. Dies geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Henri Kox (Déi Gréng) an die Umweltministerin Carole Dieschbourg hervor.


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Die Grundwasserpegel sind vor allem von Niederschlägen in den Wintermonaten abhängig. So fiel etwa im Winter 2016/17 im Vergleich zum langjährigen Mittel 50 Prozent weniger Niederschlag. In den vergangenen Wintermonaten herrschten indes überdurchschnittliche Temperaturen und es gab ein leichtes Niederschlagsdefizit.

Die unterirdischen Reserven konnten sich demnach nicht ausreichend auffrischen. Hinzu kommt, dass das Grundwasser nur langsam auf Niederschlag reagiert. Es dauert zwischen einem und zwei Jahren bis das Wasser durch die einzelnen Erdschichten gesickert ist.

Wasser aus der Tiefe

Das Trinkwasser stammt in Luxemburg zu zwei Dritteln aus Quellen und Tiefbrunnen. Neben ausreichenden Reserven, ist allerdings auch eine gute Wasserqualität unabdingbar, um die Versorgung hierzulande zu gewährleisten. Das Umweltministerium bemühe sich deshalb darum, Trinkwasserschutzzonen hierzulande auszuweisen, so Dieschbourg.


17.3. Birelergronn / Pumpstation / PK Technische Verbesserungen und Tag des Wassers / Wasser / Quelle Foto: Guy Jallay
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In diesem Zusammenhang hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Gab es 2013 nur eine einzige Trinkwasserschutzzone am Obersauer-Stausee, sind mittlerweile etwa 80 Prozent aller Trinkwasserressourcen geschützt oder befinden sich am Ende der entsprechenden Prozedur. Die restlichen 20 Prozent sollen in den kommenden Jahren folgen, so Dieschbourg in der Antwort.

Ferner wurde eine Abänderung der Schutzzone rund um den Stausee beschlossen. Wie unter anderem das vermehrte Aufkommen von Blaualgen im See zeigt, hat sich die Wasserqualität in den vergangenen Jahren verschlechtert. Dabei spielen neben vielen anderen Faktoren auch Einflüsse der Landwirtschaft durch Pestizide und Düngemittel eine Rolle.

Zudem prüfe das Ministerium derzeit konkrete Wassereinsparmaßnahmen hierzulande. Einer vom Umweltministerium in Auftrag gegebenen Studie zufolge liegt das Einsparpotenzial nämlich bei etwa 20 Prozent.


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