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Grundsteinlegung Nationalbibliothek: Die ersten Steine für die neuen Bücher
So soll die neue Nationalbibliothek aussehen.

Grundsteinlegung Nationalbibliothek: Die ersten Steine für die neuen Bücher

Grafik: Administration des bâtiments publics
So soll die neue Nationalbibliothek aussehen.
Lokales 14 26.06.2014

Grundsteinlegung Nationalbibliothek: Die ersten Steine für die neuen Bücher

Die Begrenzungspfosten der Großbaustelle wurden bereits im April gesetzt. Im Mai rückten die Bagger an. An diesem Donnerstag werden schließlich die Grundsteine der neuen Nationalbibliothek auf Kirchberg gelegt.

(hip) - Die Begrenzungspfosten der Großbaustelle wurden bereits im April gesetzt. Im Mai rückten die Bagger für die Erdarbeiten an. An diesem Donnerstag werden schließlich die Grundsteine der neuen Nationalbibliothek auf Kirchberg gelegt.

Die Eröffnung der Bibliothek in Kirchberg ist für Mitte 2018 geplant. Bis dahin werden aber noch enorme Erdmassen auf dem 1,6 Hektar großen Grundstück „Bricherhaff“ an der Kreuzung zwischen der Avenue J.F. Kennedy und dem Boulevard Konrad Adenauer bewegt. Zurzeit sind die Lager und Abteilungen der „Bibliothèque nationale de Luxembourg“ (BnL) noch auf vier verschiedene Standorte verteilt. Die neue Nationalbibliothek wird mit einer Nutzfläche von insgesamt 24.029 Quadratmetern alle Abteilungen an einer Adresse vereinen. 

Neue Öffnungzeiten

Den Besuchern stehen mit Lesesälen und Empfangsbereichen über 8500 Quadratmeter auf vier Etagen verteilt zur Verfügung. Auch einen üppig dimensionierten Raum für zeitlich begrenzte Ausstellungen wird es in Zukunft geben. Die Öffnungszeiten der Nationalbibliothek sollen ausgeweitet werden. Die Besuchsstunden sollen von heute 35 Stunden auf 60 Stunden pro Woche verlängert werden. Angedacht sind Öffnungszeiten von dienstags bis samstags zwischen 9 und 20 Uhr.

Das Projekt schlägt mit 112.171.000 Euro zu Buche. Die jährlichen Unterhaltskosten wurden im Gesetzestext auf 7.293.000 Euro geschätzt. Die heutigen Mietkosten der unterschiedlichen Standorte in Höhe von 439.830 Euro pro Jahr werden allerdings ab Mitte 2018 entfallen.

Logistische Herausforderung

„Mit der Planung des Umzugs wurde bereits mit den ersten Linien des Bibliotheksentwurfs am Zeichenbrett begonnen“, erklärt Monique Kieffer, Direktorin der Nationalbibliothek, auf Nachfrage des „Luxemburger Wort“. Vorab wurde das Volumen des aktuellen Bestandes gemessen und eine Prognose des Zuwachses gestellt, damit die Lagerflächen auch in den kommenden Jahrzehnten Dokumente zum Thema „Luxemburgensia“ und vielen anderen nationalen und internationalen wissenschaftlichen, kulturellen oder geschichtlichen Themenbereichen aufnehmen können. Zurzeit befinden sich in den aktuellen Gemäuern der Bibliothek nur etwa 39.000 Bücher in der „Freihandzone“. In vier Jahren werden es 300.000 sein.