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Grundsteinlegung am Schengen-Lyzeum
Lokales 2 Min. 15.03.2012

Grundsteinlegung am Schengen-Lyzeum

Grundsteinlegung gemeinsam vollzogen: Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich sowie die Ministerinnen Mady Delvaux-Stehres und Annegret Kramp-Karrenbauer (v.l.n.r.).

Grundsteinlegung am Schengen-Lyzeum

Grundsteinlegung gemeinsam vollzogen: Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich sowie die Ministerinnen Mady Delvaux-Stehres und Annegret Kramp-Karrenbauer (v.l.n.r.).
Anouk Antony
Lokales 2 Min. 15.03.2012

Grundsteinlegung am Schengen-Lyzeum

Auf dem Areal des deutsch-luxemburgischen Schengen-Lyzeums im saarländischen Perl (D) fand am Montag die Grundsteinlegung für den über 20 Millionen Euro teuren Neu- und Erweiterungsbau der Sekundarschule statt. Die Bauarbeiten hatten im vergangenen August begonnen und sollen bis übernächstes Jahr andauern.

Von Andreas Adam

Auf dem Areal des deutsch-luxemburgischen Schengen-Lyzeums im saarländischen Perl (D) fand am Montag die Grundsteinlegung für den über 20 Millionen Euro teuren Neu- und Erweiterungsbau der Sekundarschule statt. Die Bauarbeiten hatten im vergangenen August begonnen und sollen bis übernächstes Jahr andauern.

Die luxemburgische Erziehungsministerin Mady Delvaux-Stehres, die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Daniela Schlegel-Friedrich als Landrätin des Kreises Merzig-Wadern vollzogen gestern Nachmittag bei eisiger Kälte gemeinsam die Grundsteinlegung für den Neu- und Erweiterungsbau der Schule.

Die Landrätin ging zunächst auf die junge und erfolgreiche Geschichte der binationalen Schule ein. Derzeit besuchten 267 Kinder das Lyzeum, so Schlegel-Friedrich. Auch zum kommenden Schuljahr rechne man wieder mit einem großen Ansturm. Wie die Landrätin in ihrer Ansprache andeutete, werden die bislang veranschlagten Gesamtkosten von 20,4 Millionen Euro für den Neu- und Erweiterungsbau wahrscheinlich nicht ausreichen. Der Kreis Merzig-Wadern und das Großherzogtum schultern jeweils 50 Prozent davon – bis zu einer Gesamtsumme von maximal 25 Millionen Euro. Mehrkosten sind allein von deutscher Seite zu tragen.

Wichtiger Bildungsimpuls für die Region

Erziehungsministerin Mady Delvaux-Stehres brachte vor den anwesenden Schülerinnen und Schülern ihre Freude über den enormen Zuspruch der Schule zum Ausdruck. Lehrern, Eltern und Kindern sei etwas gelungen, das sie sich in dieser Form nicht habe vorstellen können. „Ich wünsche weiterhin viel Erfolg und den Schülerinnen und Schülern auch ein bisschen Spaß“, so die Ministerin.

Die Kinder hatten verschiedene Musikstücke eingeübt und spielten unter anderem mit ihren Instrumenten die sogenannte „Eurovisionshymne“ aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier. Zu den zahlreichen Ehrengästen, die der Zeremonie beiwohnen, gehörten der deutsche Botschafter in Luxemburg, Hubertus von Morr, sowie die luxemburgische Botschafterin in Deutschland, Martine Schommer. Mehrere Parlamentsabgeordnete aus Luxemburg waren unter den Anwesenden, darunter Marie-Josée Frank, Françoise Hetto-Gaasch, Anne Brasseur und Eugène Berger. Außerdem waren zahlreiche Vertreter aus der Kommunalpolitik beiderseits der Grenze in Perl zugegen.

Die saarländische Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer nannte das „Deutsch-Luxemburgische-Schengen-Lyzeum“ eine Bindestrich-Schule, wobei die Striche für den Brückenschlag stünden, der mit diesem Projekt gewagt werde. Sie sei sicher, dass von dieser Schule ein wichtiger Bildungsimpuls für die Region ausgehe, sagte die Ministerin. Des Weiteren stellte sie zusätzliche zwei Millionen Euro an finanziellen Mitteln für den Anteil des Landkreises in Aussicht und sagte der Ortsgemeinde Perl die Unterstützung der Landesregierung für die Einrichtung einer bilingualen Klasse, d.h. deutsch-französisch, an der Perler Primärschule zu.