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Grünes Licht für Hamilius-Projekt
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Grünes Licht für Hamilius-Projekt

Das „Royal-Hamilius“-Projekt sieht 16 000 bis 18 000 m2 Geschäftsfläche, 1 300 m2 für Gaststätten, 1 000 m2 für die Mobilitätszentrale und weitere öffentliche Einrichtungen, 8 000 bis 10 000 m2 Wohnraum und 10 000 m2 Bürofläche vor.

Grünes Licht für Hamilius-Projekt

Das „Royal-Hamilius“-Projekt sieht 16 000 bis 18 000 m2 Geschäftsfläche, 1 300 m2 für Gaststätten, 1 000 m2 für die Mobilitätszentrale und weitere öffentliche Einrichtungen, 8 000 bis 10 000 m2 Wohnraum und 10 000 m2 Bürofläche vor.
Schaubild: Foster + Partners / Tetra Kayser Paul & Associés
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Grünes Licht für Hamilius-Projekt

Der hauptstädtische Gemeinderat gab am Montag grünes Licht für das „Royal-Hamilius“-Projekt am heutigen Busbahnhof: Der Flächennutzungsplan (PAG) der Stadt Luxemburg wurde teilweise abgeändert und der entsprechende Teilbebauungsplan (PAP) genehmigt. Die Umsetzung könnte im Jahr 2012 beginnen und 2017 abgeschlossen sein – zusammen mit der Trambahn also.

Raphael Zwank

Der hauptstädtische Gemeinderat gab am Montag grünes Licht für das „Royal-Hamilius“-Projekt am heutigen Busbahnhof: Der Flächennutzungsplan (PAG) der Stadt Luxemburg wurde teilweise abgeändert und der entsprechende Teilbebauungsplan (PAP) genehmigt. Die Umsetzung könnte im Jahr 2012 beginnen und 2017 abgeschlossen sein – zusammen mit der Trambahn also.

Das Interesse der Gemeinderatsmitglieder war am Montag der Bedeutung des Projektes angemessen – schließlich wird die Geschäftsfläche in der Oberstadt dadurch um rund ein Viertel erhöht. 16 000 bis 18 000 Quadratmeter Geschäftsfläche sollen laut PAP entstehen, einschließlich eines oder zwei großer Kundenmagneten – was Martine Mergen (CSV) zu den Überlegungen führte, ob das Projekt nicht eine Barriere darstellen werde, statt die Menschen in die Oberstadt zu locken, und ob längerfristig nicht doch eine für die Geschäftsleute des Stadtzentrums bedenkliche Konkurrenz entstehen könnte.

Bürgermeister Paul Helminger wies darauf hin, dass die Gemeinde und der Staat nur einen begrenzten Einfluss darauf hätten: Es könne nur der Sektor festgelegt werden – z. B. Textilien oder Sportartikel –, darüber hinaus aber spiele der freie Wettbewerb. Der Bürgermeister geht davon aus, dass das Projekt nicht wie eine Festung wirken werde, sondern es auch mehr Kunden zu den weiteren Geschäftsstraßen führen werde. Die Verlängerung der Handelsgenehmigung sei angefragt und stelle nur eine Formalität dar.

2012: Beginn der Bauarbeiten

Marc Angel (LSAP) sprach die Hoffnung aus, dass der Umbau der Rue Aldringen zur Fußgängerzone rechtzeitig abgeschlossen sein werde, und erkundigte sich über das allgemeine Timing. Paul Helminger könnte sich vorstellen, dass die Bauarbeiten 2012 beginnen werden und im Jahr 2017 abgeschlossen sein könnten – genauso wie der Bau der Trambahn, wenn dieser 2014 beginnen würde.

Ben Fayot (LSAP) betonte, dass die Tram eine wichtige Voraussetzung für den reibungslosen Verlauf des Verkehrs sei. Bekanntlich soll der heutige Busbahnhof teils zu einem öffentlichen Platz umfunktioniert und teils für die Bebauung genutzt werden.

Paul Helminger zufolge beginnen die Bauarbeiten mit dem Abriss der von der Stadt Luxemburg aufgekauften Gebäude von La Luxembourgeoise und Banque de Luxembourg sowie des Centre Hamilius, in dem sich zurzeit noch das „Bierger Center“ befindet. Wo diese Gebäude standen, wird dann zunächst die Hälfte der geplanten Tiefgarage (mit insgesamt 500 öffentlichen Stellplätzen und etwa 200 weiteren Stellplätzen für die geplanten Wohnungen und Büros) gebaut.

Erst wenn dieser Teil der Tiefgarage fertig ist, wird der bestehende Busbahnhof verschwinden und die zweite Phase der Bauarbeiten beginnen. Entlang des Boulevard Royal entstehen dann Haltestellen für die Tram und Busse, die künftig in viel geringerer Zahl durch die Avenue de la Liberté und über den Boulevard Royal fahren sollen.

LSAP enthält sich beim PAP

Die Zustimmung zur Ausweisung der 72,47 Ar großen Fläche als „ensemble de terrains à aménager – zone mixte“ im PAG erfolgte einstimmig, während sich die LSAP beim PAP enthielt. Marc Angel begründete dies mit der Einschätzung, dass die Fläche für Wohnraum trotz der Anhebung von 6 000 auf 8 000 bis 10 000 Quadratmeter noch zu niedrig sei und es keine Maßnahmen gebe, um auch Familien mit niedrigerem Einkommen den Erwerb einer Wohnung am Boulevard Royal zu ermöglichen.

Paul Helminger entgegnete, dass es sich um eine „Triple A“-Lage handele: „Für sozialen Wohnungsbau gibt es wirklich andere Orte.“ Ben Fayot entgegnete, dass es dem Projekt an jeglichen sozialen Maßnahmen fehle: „Die Gentrifizierung des Stadtzentrums wird fortgesetzt.“