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Großherzog Henri gedenkt Befreiern von Vianden
Lokales 26 1 2 Min. 13.02.2020

Großherzog Henri gedenkt Befreiern von Vianden

Bei einer Kranzniederlegung am Denkmal beim Aussichtspunkt Belvedere gedachte Großherzog Henri der Befreier Viandens, aber auch aller Opfer, die der Zweite Weltkrieg vor Ort gefordert hatte.

Großherzog Henri gedenkt Befreiern von Vianden

Bei einer Kranzniederlegung am Denkmal beim Aussichtspunkt Belvedere gedachte Großherzog Henri der Befreier Viandens, aber auch aller Opfer, die der Zweite Weltkrieg vor Ort gefordert hatte.
Foto: Anouk Antony
Lokales 26 1 2 Min. 13.02.2020

Großherzog Henri gedenkt Befreiern von Vianden

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Mit einer Blumenniederlegung und einer akademischen Sitzung im Schloss hat die Stadt Vianden ihrer Befreiung vor 75 Jahren gedacht. Mit dabei war auch Großherzog Henri.

Am 12. Februar 1945 befreiten US-Soldaten des 1255th Engineer Combat Batallion die Viandener Oberstadt und damit die letzte Ortschaft des Landes von deutschen Truppen. Dies nach schweren Gefechten und unter dem Verlust elf junger GI's, die das Ringen um die Freiheit mit ihrem Leben bezahlen mussten. Erst am 22. Februar sollte dem 28th Cavalry Reconnaissance Squadron schließlich auch die Einnahme der Unterstadt gelingen. 

Ein Land verneigt sich

75 Jahre danach schien es am späten Mittwochnachmittag nun, als verneige sich mit Großherzog Henri, den Regierungsvertretern Romain Schneider und Marc Hansen sowie dem Gemeinderat um Bürgermeister Claude Tonino das ganze Land am lokalen Kriegsdenkmal am Belvedere vor den Befreiern Viandens, vor jenen Patrioten, die sich dem Terror in großen wie in kleinen Gesten entgegengestemmt hatten und vor allen unschuldigen Opfern, die der Zweite Weltkrieg hierzulande gefordert hatte.

Der Blumenniederlegung unter den Klängen der Sonnerie aux morts folgte auf Schloss Vianden alsdann eine akademische Festsitzung, bei der auch Jean-Paul Hoffmann als Vorsitzender der Veiner Geschichtsfrënn die Nachkriegsgenerationen in einem emotionalen Appell dazu aufrief, niemals jene Menschen zu vergessen, mit deren Leben die Freiheit und der Wohlstand eines demokratischen und unabhängigen Luxemburgs erkauft werden musste.


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Neben den Opfern von Zwangsrekrutierung, Umsiedlung und KZ-Haft erinnerte Hoffmann aber auch an die zahlreichen mutigen Viandener, die sich während des Krieges den regionalen Resistenzgruppen oder in der Folge auch der Veiner Miliz angeschlossen hatten, um ihre Heimat zu verteidigen. Und natürlich an die elf beim Befreiungskampf von Vianden getöteten US-Soldaten.

Flamme der Erinnerung brennt

Deren Namen hatte Bürgermeister Claude Tonino zuvor denn auch verlesen, während für jeden einzelnen von ihnen eine Gedenkkerze entzündet wurde. Nachdem Lokalhistoriker Marcel Scheidweiler die Einzelheiten der Befreiungsschlacht um Vianden nochmals anhand von Zeichnungen und Karten in Erinnerung gerufen hatte, ließen die Jugendlichen der lokalen Maison des Jeunes die Protagonisten von damals zum Schluss quasi selbst zu Wort kommen. Dies etwa durch das Verlesen der Zeitzeugenerinnerungen des einstigen US-Soldaten Grayson Hanks. Memoiren, die nachhallen wie ein Echo im Ourtal – auch 75 Jahre danach ...

  • Im Rahmen des Gedenkens an die Befreiung Viandens vor 75 Jahren lädt der Veiner Photoclub in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Veiner Geschichtsfrënn noch bis zum 22. Februar zu einer thematischen Fotoausstellung in der lokalen Kunstgalerie an der Place Vic Abens ein. Die Expo, die die leidvolle Zeit des Zweiten Weltkriegs in Vianden in eindrucksvollen historischen Bildern ins Scheinwerferlicht rückt, ist werktags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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