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Großherzog Henri besuchte den „Canecher Wéngertsbierg“
Lokales 9 2 Min. 24.05.2012 Aus unserem online-Archiv

Großherzog Henri besuchte den „Canecher Wéngertsbierg“

Lokales 9 2 Min. 24.05.2012 Aus unserem online-Archiv

Großherzog Henri besuchte den „Canecher Wéngertsbierg“

Im Rahmen des 30. Jubiläums der Stiftung „Hëllef fir d'Natur“ besichtigten die Verantwortlichen von „natur & ëmwelt / Fondation Hëllef fir d'Natur“ am Donnerstagnachmittag zusammen mit Großherzog Henri und Minister Marco Schank den „Canecher Wéngertsbierg“.

(nas) - Im Rahmen des 30. Jubiläums der Stiftung „Hëllef fir d'Natur“ besichtigten die Verantwortlichen von „natur & ëmwelt / Fondation Hëllef fir d'Natur“ am Donnerstagnachmittag zusammen mit Großherzog Henri und Minister Marco Schank den „Canecher Wéngertsbierg“, einen ehemaligen Weinberg, der sich auf die Gemeinden Lenningen und Flaxweiler erstreckt.

Bei fast tropischen Temperaturen begaben sich die Ehrengäste, unter ihnen Großherzog Henri, Minister Marco Schank, die Kommunalvertreter der Gemeinden Lenningen und Flaxweiler sowie die Verantwortlichen von „natur & ëmwelt/  Fondation Hëllef fir d'Natur“ gestern Nachmittag vom Kulturzentrum „A Wëllems“ in Canach an der Kirche vorbei, hinunter ins Dorf.

Per pedes durch die Biotope

Von dort führte ein Bus die Gäste zum „Canecher Wéngertsbierg“. Ab hier ging es dann per pedes durch die Natur mit unzähligen Biotopen, an den Bongerten von „natur & ëmwelt“mit unter anderem Pfirsichbäumen und der Beweidung der Hangwiesen mit Ziegen bis hin zu den biologisch bewirtschafteten Weinbergen. Insgesamt verfügt die Stiftung in diesem Gebiet über 5,3 Hektar Land, das auf unterschiedliche Weise mit diversen Partnern bewirtschaftet wird.

Während der Wanderung wurden Großherzog Henri und Minister Marco Schank auf die Besonderheiten dieses Gebiets, aber auch auf die einzelnen Projekte hingewiesen, wobei die ein oder andere Anekdote natürlich nicht fehlen durfte. Doch damit nicht genug: Großherzog Henri legte gestern selbst Hand an und pflanzte oberhalb des „Wéngertsbierg“ selbst einen Rebstock an. Im Anschluss daran ging es zurück in das Kulturzentrum „A Wëllems“, wo das 30. Jubiläum der Stiftung „Hëllef fir d'Natur“ im Mittelpunkt stand. 

Wichtige Akteur in Sachen Naturschutz

Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 1982 habe sie sich in Luxemburg zu einem wichtigen Akteur in Sachen Naturschutz entwickelt, hieß es. Insgesamt ist die Stifung im Besitz von 1 085 Hektar Naturreserven, wovon 60 Prozent der Grundstücke sich in nationalen Naturschutzzonen oder Natura-2000-Zonen befinden. Jedes Jahr wird diese Zahl um etwa 40 Hektar erhöht. In den vergangen 30 Jahren wurden dadurch über 5,6 Millionen Euro investiert. Bleibt zu erwähnen, dass die Hälfte dieser Summe aus Privatspenden und von Sponsoren stammt, der Rest aus öffentlichen Hilfen.

Zusätzliche 2,8 Millionen Euro mussten in den Schutz, den Erhalt oder die Instandsetzung dieser Standorte gesteckt werden. Eines der vielen Aufgabengebiete ist zudem der Erhalt der Biodiversität. In diesem Zusammenhang beschäftigt man sich mit Projekten betreffend die biologische Landwirtschaft, die Gewässerbewirtschaftung, die Waldwirtschaft sowie Landesplanung und Tourismus.

Um den Naturschutz verstärkt anzugehen, hat sich die Stiftung kürzlich mit den Partnervereinigungen eine neue Identität gegeben und wurde damit zu „natur & ëmwelt“ fusioniert. Mittlerweile verfügt man über ein Mitarbeiterteam von 20 Personen aus unterschiedlichen Berufsfeldern, um die verschiedenen Aufgaben zu erfüllen.