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Großherzog Henri auf Wandertour
Lokales 8 27.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Großherzog Henri auf Wandertour

Das Naturschutzgebiet Schlammwiss-Brill erstreckt sich über drei Gemeinden.

Großherzog Henri auf Wandertour

Das Naturschutzgebiet Schlammwiss-Brill erstreckt sich über drei Gemeinden.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 8 27.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Großherzog Henri auf Wandertour

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Am Donnerstag schnürte Großherzog Henri seine Wanderschuhe und schaute sich das Naturschutzgebiet Schlammwiss-Brill an.

Unter sengender Sonne nahm Großherzog Henri am Donnerstagnachmittag das Naturschutzgebiet Schlammwiss-Brill unter die Lupe. Begleitet wurde er von Umweltministerin Carole Dieschbourg, Patrick Losch, Präsident von natur&ëmwelt Fondation Hëllef fir d’Natur, zahlreichen Angestellten und Mitarbeitern der Naturverwaltung sowie den Gemeindeverantwortlichen von Betzdorf, Niederanven und Schüttringen, auf deren Terrain sich die außergewöhnliche Fauna und Flora befindet.


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Dabei stand die Vogelberingungsstation, die seit 50 Jahren besteht, im Mittelpunkt. In dieser Zeitspanne wurden sage und schreibe 500.000 Vögel beringt. Das Feuchtgebiet Schlammwiss erstreckt sich über 88 Hektar, davon 20 Hektar Röhricht. Der Besucher findet dort Tümpel und Teiche sowie eine Obstbaumwiese mit einem Naturentdeckungspfad.

Beachtlich ist die Biodiversität in der gesamten Auenlandschaft. Bei mehreren Monitorings hat sich deutlich herausgestellt, wie außergewöhnlich die Artenvielfalt nicht nur in puncto Vögel, sondern auch Pflanzen ist. So finden sich dort einige seltene Spezies wie das Zyperngras und Binsen. Auch Amphibien und Insekten, darunter Libellen und Grashüpfer, sind hier heimisch. Von diesem Milieu profitieren neben den Brut- und Zugvögeln auch Kriechtiere wie Eidechsen, Säuger (Füchse, Mäuse, Mauswiesel und andere) sowie Unken, Molche und Frösche.

Das Feuchtgebiet „Mensder Brill“ erstreckt sich über rund 50 Hektar zwischen Mensdorf und der Autobahn Luxemburg-Trier. Die Vegetation auf diesem wieder hergestellten Teilstück der Syr beinhaltet viele geschützte Lebensräume auf nationaler und europäischer Ebene: unter anderem der Flusslauf, das Röhricht, Großseggenried, Hecken und magere Flachlandmähwiesen. In diesen Biotopen gibt es eine reiche Fauna, die mit der angrenzenden Schlammwiss einen Zufluchtsort erster Güte für zahlreiche Vögel darstellt.


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