Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Grosbous-Wahl: Votum für Fusion
Lokales 2 Min. 27.06.2021 Aus unserem online-Archiv
Bürger geben grünes Licht

Grosbous-Wahl: Votum für Fusion

In Grosbous gönnte sich manch ein Wähler nach seiner Stimmabgabe ein Kühlgetränk im Hof der Grundschule, organisiert hatte die Aktion der lokale Club des Jeunes. Auch in Wahl luden die Jugendlichen zum Umtrunk.
Bürger geben grünes Licht

Grosbous-Wahl: Votum für Fusion

In Grosbous gönnte sich manch ein Wähler nach seiner Stimmabgabe ein Kühlgetränk im Hof der Grundschule, organisiert hatte die Aktion der lokale Club des Jeunes. Auch in Wahl luden die Jugendlichen zum Umtrunk.
Foto: Marc Hoscheid
Lokales 2 Min. 27.06.2021 Aus unserem online-Archiv
Bürger geben grünes Licht

Grosbous-Wahl: Votum für Fusion

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Die Wahlbeteiligten in den beiden kleinen Nordgemeinden Grosbous und Wahl haben in einem Referendum mit rund 70 und 62 Prozent für einen Zusammenschluss ab 2023 gestimmt.

Die Wahlberechtigten waren am Sonntag in Grosbous und Wahl dazu aufgerufen, in einem Referendum über eine Fusion der beiden kleinen Nordgemeinden zu entscheiden. Auch wenn das Resultat insgesamt recht deutlich ausfällt, gibt es bei der Zustimmung dennoch Unterschiede zwischen den Kommunen: 70,42 Prozent in Grosbous und 62,25 Prozent in Wahl. Zwischen 8 und 14 Uhr hatten die Bürger in vier Wahllokalen, jeweils zwei pro Gemeinde, die Möglichkeit zur Stimmabgabe. 

Wer sich zwischen 10:30 und 11:00 Uhr vor Ort mit den Menschen unterhielt, merkte schnell, dass die Stimmungslage doch unterschiedlich war. So wollte sich in Wahl, nach dem wahrscheinlichen Ausgang befragt, niemand zu weit aus dem Fenster lehnen. „Man kennt sowohl Leute, die dafür und welche, die dagegen sind“, meinte eine ältere Dame, die sich selbst für die Fusion ausspricht. In Grosbous gab man sich hingegen optimistischer. „Ich habe eigentlich keinen großen Widerstand wahrgenommen“, beschrieb ein Mitarbeiter des Wahlbüros die Stimmung.

Infokampagne im Vorfeld 

Direkt im Anschluss an das Schließen der Wahllokale begann dann die Auszählung. Angesichts der eindeutigen Fragestellung und der doch überschaubaren Anzahl an Stimmzetteln dauerte das Zittern aber nicht allzu lange, lag das Ergebnis doch bereits kurz nach 15:30 Uhr vor. Wobei dem ein oder anderen Fusionsbefürworter nicht nur ein kleiner Stein vom Herz gefallen sein dürfte.  

Im Vorfeld des Referendums hatten die beiden Gemeinderäte in mehreren Bürgerbefragungen und während zwei Infoabenden den Puls der Bevölkerung gefühlt. Dabei konnten die Menschen sowohl ihre Erwartungen an, aber auch ihre Bedenken vor einer möglichen Fusionsgemeinde zum Ausdruck bringen. 


Weder Paul Engel noch Christiane Thommes-Bach haben Angst davor, nach den Kommunalwahlen 2023 nicht an der Spitze einer Fusionsgemeinde zu stehen. Es gehe nicht um sie, sondern um die Sache.
Grosbous-Wahl: Die Wähler haben das Wort
Im Norden Luxemburgs stimmen die Bürger am Sonntag darüber ab, ob die beiden kleinen Landgemeinden von 2023 an gemeinsame Wege gehen sollen.

Dabei kristallisierten sich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Gemeinden heraus. Sorgen bereiteten in erster Linie ein befürchteter Identitätsverlust, eine zu geringe finanzielle Unterstützung durch den Staat sowie ein sich abzeichnender Wechsel vom Majorz- ins Proporzwahlsystem ab 2029. Bei den Erwartungen steht eine neue Sporthalle ganz oben auf der Wunschliste vieler Menschen. 

Sechsjährige Übergangsphase

Ein Projekt, das laut den Bürgermeistern denn auch so schnell wie möglich in Angriff genommen werden soll. Finanziert würde die Sporthalle im Wesentlichen mit jenen Geldern, die das Innenministerium im Falle eines Zusammenschlusses in Aussicht gestellt hat. Pro Einwohner werden 2.200 Euro gezahlt, was bei rund 2.200 Menschen knapp fünf Millionen Euro entspricht. Hinzu kommen Hilfen für spezifische Projekte. 

Die neue Gemeinde wird im Juli 2023 offiziell Realität und Grosbous-Wahl heißen. Ihren Sitz wird die Kommune in Grosbous haben. Im kommenden Jahr soll dort der bereits beschlossene Bau eines neuen Rathauses beginnen. Für eine einmalige Übergangsperiode wird der Gemeinderat zwischen 2023 und 2029 aus zwölf Mitgliedern bestehen. Um sicherzustellen, dass jeweils sechs Mitglieder der beiden früheren Gemeinden dem Gremium angehören, wird in zwei Sektionen abgestimmt. Auch der neue Schöffenrat wird paritätisch besetzt.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Gemeindefusion Grosbous-Wahl
Nachdem die Einwohner für eine Fusion gestimmt haben, hat nun der Regierungsrat die Einleitung des Verfahrens genehmigt.
Die beiden Nordstadgemeinden Grosbous und Wahl entschieden sich per Referendum für eine Fusion. Die neue Gemeinde wird im Juli 2023 offiziell Realität und Grosbous-Wahl heißen.
Die Bürger von Waldbredimus und Bous dürfen im April ihre Stimme zur geplanten Fusion abgeben. In der Nordstad stehen Entscheidungen an.
Die zwei Gemeinden aus dem Remicher Kanton wollen gemeinsam den Weg in die Zukunft beschreiten.
Die Gemeinden Grosbous und Wahl sollten sich jetzt zusammenschließen, denn die Vorteile überwiegen die angeblichen Nachteile bei weitem.
La future mairie se situera dans l'ancien presbytère de Waldbredimus.