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„Größtes Straßenbauprojekt im Ösling“
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

„Größtes Straßenbauprojekt im Ösling“

Drei Verteilerkreise werden auf der neuen Querverbindung eingerichtet.

„Größtes Straßenbauprojekt im Ösling“

Drei Verteilerkreise werden auf der neuen Querverbindung eingerichtet.
Foto: John Lamberty
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

„Größtes Straßenbauprojekt im Ösling“

Um den Anschluss der Industriezone Eselborn-Lentzweiler von der N 7 her zu erleichtern und Clerf samt der umliegenden Ortschaften zu entlasten, wird seit geraumer Zeit an der Schaffung einer Direktverbindung geplant. Ende 2012 könnten nun die ersten Arbeiten anlaufen.

Mit rund 50 Hektar Fläche, sieben Großbetrieben und fast 1 300 Beschäftigten bildet die Industriezone Eselborn-Lentzweiler mittlerweile das Herzstück der Gewerbegebiete im Ösling. Eine erfreuliche Entwicklung, die jedoch auch von einem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen im Bereich der Nationalstraßen N 7 und N 12 begleitet wird, dies sowohl mit Blick auf den Schwertransport als auch auf den Individualverkehr. Um insbesondere den Anschluss von der N 7 her zu erleichtern und Clerf samt der umliegenden Ortschaften zu entlasten, wird seit geraumer Zeit an der Schaffung einer Direktverbindung geplant. Ende 2012 könnten nun die ersten Arbeiten anlaufen.

Es wäre dies der Startschuss für das größte Straßenbauprojekt der kommenden Jahre im Ösling, wie „Chef de division“ Romain Spaus und Ingenieur-technicien Jos Angelsberg vom regionalen Straßenbauamt in Diekirch betonen. Bisherigen Schätzungen zufolge dürften immerhin zwischen 25 und 30 Millionen Euro in den 3,7 Kilometer langen Streckenabschnitt investiert werden, der aufgrund der nicht unkomplizierten topografischen Gegebenheiten u. a. die Anlegung von drei Brückenbauwerken und drei Verteilerkreisen erfordert.

Viadukt „Irbich“ soll fast 35 Meter hoch werden

„Obwohl die entsprechenden Pläne noch nicht definitiv abgesegnet sind, so steht die Trassenführung inzwischen doch weitestgehend fest“, so Romain Spaus. Ab einem neuen Verteilerkreis nahe der Schnittstelle der N 7 und der Einfahrt zum Marnacher Ortsteil „Bombatsch“ führt die zunächst zweispurige „Transversale“ quer über Land, die Talsenke am Ort genannt „Irbich/Fëschberfuert“ per Viadukt überquerend, zu einem zweiten Verteilerkreis an der Straße zwischen Urspelt und Reuler, auf Höhe der Abbiegung zum CR 339 in Richtung Clerf („Cliärrwer Biärrig“). Dessen Verlauf folgt die nun dreispurige Straße mehr oder weniger parallel auf tiefergelegenem Niveau bis zum Ort genannt „Olegrëndchen“, von wo aus eine Brücke und anschließend ein zweiter Viadukt über das Tal der Clerve und die Eisenbahnstrecke zu einem dritten Verteilerkreis auf der gegenüberliegenden N 18 führt, direkt an der Straßenkreuzung nach Maulusmühle. „Kommen die Planungen auch weiterhin gut voran, könnten die ersten Bauarbeiten am 265 Meter langen und fast 35 Meter hohen Viadukt über die ,Irbich', noch Ende des Jahres 2012 anlaufen“, geben sich Romain Spaus und Jos Angelsberg zuversichtlich. „Da alle beteiligten Verwaltungen von Anfang an in die Planungen einbezogen waren, rechnen wir jedenfalls nicht mehr mit spektakulären Änderungsvorschlägen.“ Mit rund 30 Hektar Land- und drei Hektar Waldfläche verfüge das „Office national du remembrement“ mittlerweile zudem über den notwendigen Grundbesitz für Trassenbau und Ausgleichsmaßnahmen. „Um eine harmonische Anpassung der Verbindungsstraße an das Landschaftsgefüge zu garantieren, müssen voraussichtlich rund 300 000 Kubikmeter Aushubmaterial verarbeitet werden“, so Jos Angelsberg, der damit auch das Ausmaß des Projekts erahnen lässt.

Deutliche Verkehrsentlastung für Dörfer erwartet

Wann die Verbindungsstraße schließlich eröffnet werden könne, sei zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund zahlreicher Einflussfaktoren natürlich nur unter beträchtlichem Vorbehalt zu sagen, so Romain Spaus. „Rund drei Jahre dürften die Arbeiten aber schon in Anspruch nehmen.“ Neben einem für den Schwertransport wesentlich günstigeren Anfahrtsweg zur Industriezone Eselborn-Lentzweiler und der damit einhergehenden Entlastung der bislang benutzten Nebenstraßen und Ortsdurchfahrten, erhofft man sich in mehreren Ortschaften an der Landesspitze natürlich auch eine spürbare Entlastung des Individualverkehrs. Zumal durch die „Transversale“ auch eine Direktverbindung von der N 7 ab Marnach über die N 18 bei Lentzweiler auf die N 12 Richtung Wintger entsteht.