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Prozess nach versuchtem Goldschatz-Raub in Trier beginnt
Lokales 4 30.07.2021
Größter Hortfund der Kaiserzeit

Prozess nach versuchtem Goldschatz-Raub in Trier beginnt

Der Numismatiker Karl-Josef Gilles platziert im Landesmuseum römische Goldmünzen in einer Vitrine. Es handelt sich um den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilo schwer und rund 2.600 Münzen stark.
Größter Hortfund der Kaiserzeit

Prozess nach versuchtem Goldschatz-Raub in Trier beginnt

Der Numismatiker Karl-Josef Gilles platziert im Landesmuseum römische Goldmünzen in einer Vitrine. Es handelt sich um den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit: 18,5 Kilo schwer und rund 2.600 Münzen stark.
Foto: Thomas Frey/dpa
Lokales 4 30.07.2021
Größter Hortfund der Kaiserzeit

Prozess nach versuchtem Goldschatz-Raub in Trier beginnt

Der Trierer Goldschatz ist weltweit einmalig. 2019 wäre er fast gestohlen worden - doch jetzt steht einer der mutmaßlichen Täter vor Gericht.

(dpa/lrs) - Einer der mutmaßlichen Täter des versuchten Goldschatz-Raubes aus dem Rheinischen Landesmuseum Trier muss sich ab nächsten Dienstag (3. August) vor dem Landgericht Trier verantworten. Den Prozessbeginn teilte das Gericht am Freitag mit.


Mit diesem Bild einer Überwachungskamera fahndete die Polizei nach den Einbrechern. Den Durchbruch brachte aber eine DNA-Spur.
Verdächtiger für versuchten Trierer Goldschatzraub ermittelt
Ein 28-jähriger Niederländer soll im Oktober 2019 versucht haben, den Trierer Goldschatz mit Gewalt zu stehlen, so die Staatsanwaltschaft.

Die Anklage wirft dem Niederländer versuchten schweren Bandendiebstahl vor: Man gehe davon aus, dass er mit zwei unbekannten Mittätern die mehr als 2.600 Münzen aus purem Gold stehlen wollte. Der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit ist das Aushängeschild des Museums in Trier.

Zwei Täter aus der Gruppe sollen sich in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 2019 über ein Baugerüst gewaltsam Zugang zum Museum verschafft haben. Sie hätten sich „zielgerichtet“ zum Münzkabinett begeben, wo der Schatz ausgestellt war, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen.

Sie flüchteten ohne Beute, da die Alarmanlage ausgelöst worden war und die Polizei kam. Ein dritter Täter soll draußen gestanden und die beiden gewarnt haben. Der 28 Jahre alte Angeklagte war anhand einer DNA-Spur, die an einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche gesichert wurde, ermittelt worden. Er war aufgrund eines europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen und Mitte Dezember 2020 an Deutschland ausgeliefert worden.


Ein Teil der Münzen mit dem beschädigten Kupfergefäß.
Hintergrund: Der "Trierer Goldschatz"
Er besteht aus über 2.600 Münzen aus dem 1. und 2. Jahrhundert, ist insgesamt 18,5 Kilo schwer und kam durch reinen Zufall ans Tageslicht. Der "Trierer Goldschatz" ist ein weltweit einmaliger Fund.

Der Trierer Goldschatz war 1993 überraschend bei Bauarbeiten für ein Parkdeck in der ehemaligen Römerstadt gefunden worden. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar.


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Ein Teil der Münzen mit dem beschädigten Kupfergefäß.