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Grippe-Impfung: Luxemburg sorgt vor
Lokales 29.03.2019

Grippe-Impfung: Luxemburg sorgt vor

Ein seltenes Gut: Der Grippeimpfstoff war Ende vergangenen Jahres komplett aufgebraucht.

Grippe-Impfung: Luxemburg sorgt vor

Ein seltenes Gut: Der Grippeimpfstoff war Ende vergangenen Jahres komplett aufgebraucht.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 29.03.2019

Grippe-Impfung: Luxemburg sorgt vor

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Gemeinsam mit 14 anderen EU-Mitgliedstaaten unterzeichnete Luxemburg am Donnerstag einen Vertrag, der eine ausreichende Versorgung mit Impfstoffen garantieren soll.

Luxemburg hat am Donnerstag einen Vertrag mit dem Pharma-Unternehmen Seqirus abgeschlossen, durch den eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Grippe-Impfstoff garantiert werden soll. Seqirus ist der zweitgrößte Influenza-Impfstoffhersteller weltweit, mit Produktionsstätten in Deutschland, den USA, Großbritannien und Australien.


Ein seltenes Gut: der Grippeimpfstoff war Ende vergangenen Jahres komplett aufgebraucht.
Engpass am Impfmarkt
Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres kann man sich in Luxemburg nicht mehr gegen die Grippe impfen lassen. Der Gesundheitsminister erklärt dies mit der hohen Nachfrage.

Luxemburg schließt sich damit 14 weiteren EU-Mitgliedstaaten an, die den gleichen Vertrag unterzeichneten, um einen fairen und preisstabilen Zugang zu dem Impfstoff zu gewährleisten. Damit wird der gemeinsame Impfstoffkauf im Kampf gegen grenzüberschreitende Krankheitswellen erstmals Realität in der EU.

Gesundheitsminister Etienne Schneider sprach von einem wichtigen Schritt: "Ich begrüße die Bemühungen der EU-Kommission, dank derer Luxemburg seinen Impfstoffvorrat aufbessern kann."

Die Nachfrage nach Grippeimpfungen steigt. Einige Länder – darunter auch Luxemburg – hatten in den vergangenen Jahren immer wieder mit mangelnden Vorräten zu kämpfen. Diese Engpässe betreffen allerdings nur den saisonalen Markt. Im Falle einer größeren, internationalen Grippewelle ist Luxemburg durch den neuen Vertrag geschützt. Auch Luxemburgs Nachbarländer Belgien, Frankreich und Deutschland schlossen sich dem Vertrag an.

Verhandlungen über einen zweiten Vertrag mit einer anderen Pharmagesellschaft sind derzeit noch im Gange. Dieser zweite Vertrag soll garantieren, dass die Unterzeichner noch flächendeckender gegen künftige Krankheitswellen geschützt sind.


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