Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Grippe im Anmarsch
Lokales 30.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Grippe im Anmarsch

Wer sich das Grippevirus eingefangen hat, sollte sich behandeln lassen.

Grippe im Anmarsch

Wer sich das Grippevirus eingefangen hat, sollte sich behandeln lassen.
Gerry Huberty
Lokales 30.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Grippe im Anmarsch

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Grippewelle ist da und wird in den nächsten Wochen ihren Höhepunkt erreichen.

Die saisonale Grippewelle hat Luxemburg erreicht: Laut den Angaben des sogenannten Sentinel-Überwachungssystems des Staatslaboratoriums, an das eine Reihe von Allgemeinärzten in Luxemburg angeschlossen sind, dürfte der sogenannte Epidemie-Sockel in der ersten Januarhälfte erreicht werden. Insgesamt wurden bisher sechs Fälle gemeldet, jeweils zwei mit der Virusvariante AH1, der Variante AH3 und der Variante B. 


Ein seltenes Gut: der Grippeimpfstoff war Ende vergangenen Jahres komplett aufgebraucht.
Grippe-Impfung: Luxemburg sorgt vor
Gemeinsam mit 14 anderen EU-Mitgliedstaaten unterzeichnete Luxemburg am Donnerstag einen Vertrag, der eine ausreichende Versorgung mit Impfstoffen garantieren soll.

"Es gibt in Luxemburg sicherlich mehr Grippefälle, aber diese sechs Fälle sind die Infektionen, die uns von den ausgewählten Referenzärzten gemeldet wurden", so Dr. Pierre Weicherding, Leiter der Sanitärinspektion im Gesundheitsamt. Laut Weicherding handelt es sich bisher um eine normale Entwicklung, die ihren Höhepunkt gewöhnlich Mitte Februar erreicht und dann wieder abebbt. "Allerdings ist es laut den europäischen Epidemiologen etwas ungewöhnlich, dass die Virusvarianten A und B zum gleichen Zeitpunkt auftauchen. Normalerweise folgen sich beide Varianten zeitlich versetzt. "Laut Weicherding könnte dies negative Folgen haben sowohl was die Zahl der Infektionen, als auch die Heftigkeit der Symptome betrifft.

Hochansteckend und gefährlich 

Das Grippevirus ist sehr ansteckend und wird per Tröpfcheninfektion  übertragen, also beispielsweise durch Niesen oder Husten. Klassische Hygienemaßnahmen wie Hände waschen, in ein Taschentuch husten oder Papiertaschentücher benutzen sowie das Meiden von infizierten Personen mindern das Infektionsrisiko. Zu den Symptomen der alles andere als harmlosen Erkrankung gehören hohes Fieber, Ermüdungszustände, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost und Husten. Jedes Jahr lässt sich zudem eine Erhöhung der Sterblichkeit nachweisen. „Insbesondere Risikopatienten, also ältere und immungeschwächte Menschen, sollten sich unbedingt impfen lassen. Da noch Impfstoff im Handel verfügbar ist, kann man dies auch jetzt noch nachholen. Der Impfstoff ist innerhalb von zwei Wochen aktiv“, so Pierre Weicherding.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Gemeinsam mit 14 anderen EU-Mitgliedstaaten unterzeichnete Luxemburg am Donnerstag einen Vertrag, der eine ausreichende Versorgung mit Impfstoffen garantieren soll.
Ein seltenes Gut: der Grippeimpfstoff war Ende vergangenen Jahres komplett aufgebraucht.
Ende des vergangen Jahres stand Luxemburg einem Mangel an Grippeimpfstoff gegenüber. Einblicke in ein komplexes Geschäft.
Der Impfstoff gegen die saisonale Grippe wird jedes Jahr neu zusammengestellt.
Auf das Grippevirus ist Verlass: Es schlägt mit schöner Regelmäßigkeit von Januar bis März zu. Mediziner sprechen angesichts der aktuellen Situation von einem Durchschnittsjahr.
ARCHIV - 29.07.2016, Berlin: ILLUSTRATION - Medikamente und ein Fiberthermometer liegen auf einem Nachttisch (Gestellte Szene). (zu dpa «Krankenstand 2018 wegen damaliger Grippewelle» vom 20.02.2019) Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++