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Grevenmacher: "Kräizkapell" ist nun nationales Denkmal
Lokales 22.10.2015

Grevenmacher: "Kräizkapell" ist nun nationales Denkmal

Die "Kräizkapell" wurde 1737 auf dem "Kräizerberreg" errichtet.

Grevenmacher: "Kräizkapell" ist nun nationales Denkmal

Die "Kräizkapell" wurde 1737 auf dem "Kräizerberreg" errichtet.
Foto: Monique Hermes
Lokales 22.10.2015

Grevenmacher: "Kräizkapell" ist nun nationales Denkmal

Die "Kräizkapell" und der "Kräizerberreg" im Moselort Grevenmacher gelten seit dem 15. Oktober 2015 als nationales Denkmal. Dies wurde am Mittwochabend bei einer Informationsversammlung zum Denkmalschutz bekannt. Dort wurde auch eine Liste mit schützenswerten Bauten vorgestellt.

(asc) - Die "Kräizkapell" und der "Kräizerberreg" in der Moselortschaft Grevenmacher stehen seit dem 15. Oktober 2015 unter Denkmalschutz. Dies wurde am Mittwochabend bei einer Informationsversammlung zum Thema "Denkmalschutz" im lokalen Kultur- und Sportzentrum bekannt.

Die Kapelle unweit des Friedhofes gilt als das Wahrzeichen von Grevenmacher. Sie wurde 1737 errichtet - dieses Datum ist in einem Stein über der Eingangstür zu lesen. Erstmals in einem Schriftstück erwähnt wurde die Kapelle Ende des 17. Jahrhunderts. Seit dem 15. Juli 1956 gedenkt die Vereinigung "Ons Jongen" alljährlich am zweiten Sonntag im Juli mit einem Gottesdienst in dieser Kapelle der Zwangsrekrutierten aus Grevenmacher, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. Seit ihrer Errichtung wurde die Kapelle bereits mehrmals renoviert, die rezenteste wurde in den 1980er-Jahren durchgeführt und 2008 wurde die Fassade erneuert.

Dieses Gebäude auf Nummer 7 in der Rue de Luxembourg ist schon seit 2007 auf der Liste der denkmalgeschützten Gebäude vermerkt.
Dieses Gebäude auf Nummer 7 in der Rue de Luxembourg ist schon seit 2007 auf der Liste der denkmalgeschützten Gebäude vermerkt.
Foto: Pierre Matgé

Neben der "Kräizkapell" stehen folgende Gebäude schon unter Denkmalschutz:

  • die archäologische Stätte "Buerggruëf" (seit 1991)
  • der Festungsturm (seit 1985)
  • in der Rue de Luxembourg: Haus Nr. 7 (seit 2007)
  • in der Grand-Rue: die Häuser Nr. 17, 34 und 36  (seit 2008)
  • die "Zéintscheier" an der Ecke Rue de la Poste/Rue de l'église (seit 2009)

Im Rahmen der Überarbeitung ihres allgemeinen Bebauungsplanes (PAG) muss die Stadt Grevenmacher - wie alle anderen Gemeinden Luxemburgs auch - eine Bestandsaufnahme der in ihren Ortschaften schützenswerten Gebäude, Bauwerke und Landschaften machen. In Zusammenarbeit mit dem "Service des sîtes et monuments nationaux" hat die Gemeinde Grevenmacher nun eine Liste mit erhaltenswerter Bausubstanz aufgestellt, am Mittwochabend wurde sie den Bürgern vorgestellt.

Dieses Haus im Renaissance-Stil auf Nr. 15 in der Grand-Rue soll nach Meinung der Denkmalschützer und des Schöffenrates erhalten bleiben.
Dieses Haus im Renaissance-Stil auf Nr. 15 in der Grand-Rue soll nach Meinung der Denkmalschützer und des Schöffenrates erhalten bleiben.
Foto: Pierre Matgé

Kellereien, Seimetz-Geburtshaus, altes Rathaus und Postgebäude

Für die Dekanatskirche wurde bereits ein Denkmalschutzantrag gestellt, die Prozedur ist noch nicht abgeschlossen, dasselbe gilt für die Häuser des Dechanten und des Kaplans in der Rue de Luxembourg.

Neu vermerkt auf der Liste der schützenswerten Bauten wurde das Geburtshaus des aus Grevenmacher stammenden Moselmalers Frantz Seimetz, das ehemalige Rathaus und  die alte Kellerei am Marktplatz, die Kellerei in der Rue du Pont, das Postgebäude am Schiltzenplatz und das Peter-von-Osbourg-Haus in der Route de Trèves.

Neben diesen markanten Gebäuden sollen unter anderem auch die Überreste der Stadtmauern und wertvolle Bausubstanz innerhalb dieser Mauern erhalten bleiben. Die gesamte Liste kann hier eingesehen werden.



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