Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Grevenmacher: Gerüstet für die Patientenschlangen
Lokales 1 27.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Grevenmacher: Gerüstet für die Patientenschlangen

Gleich nach der Eröffnung warteten die ersten Besucher vor dem Centre de soins avancés im Kulturzentrum Grevenmacher.

Grevenmacher: Gerüstet für die Patientenschlangen

Gleich nach der Eröffnung warteten die ersten Besucher vor dem Centre de soins avancés im Kulturzentrum Grevenmacher.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 1 27.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Grevenmacher: Gerüstet für die Patientenschlangen

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Das vierte und letzte Centre de soins avancés hat in Grevenmacher den Betrieb aufgenommen. In allen vier Zentren können pro Tag nun bis zu 1500 Corona-Tests vorgenommen werden.

Die Zentren an der Route du Vin in Grevenmacher, in der Rockhal in Belval, in der Däichhal in Ettelbrück und in zwei Hallen der Luxexpo ersetzen die Maisons médicales. Patienten mit Corona-Verdacht können dort einen Abstrich vornehmen und sich auf das Virus testen lassen.

Ein zweiter Sektor ist Menschen mit Verletzungen und Krankheiten ohne Verdacht auf das Corona-Virus vorbehalten. Die zwei Behandlungsreihen sind strikt voneinander getrennt. Um Besucher und Personal vor einer Infektion zu schützen, bekommen alle Patienten einen Mundschutz.

An dem Drive-In-Schalter konnten Autofahrer einen Abstrich vornehmen lassen.
An dem Drive-In-Schalter konnten Autofahrer einen Abstrich vornehmen lassen.
Foto: Gerry Huberty

 

Autos vor dem Drive-In-Schalter

Mit dem Centre de soins avancés in Grevenmacher bekommt erstmals der Luxemburger Osten ein regionales medizinisches Zentrum. Gleich zur Eröffnung bildete sich gestern vor dem Eingang eine Schlange von Wartenden. Auf dem Parkplatz am Schweinsmoart befindet sich ein Drive-In-Schalter, an dem das Personal Abstriche vornimmt, ohne, dass die Menschen ihr Auto verlassen müssen. 

Die übrigen Besucher des Gesundheitszentrums können die umliegenden Parkplätze (Schiltzenplatz, Busgare und Quai) benutzen. Die Gemeinde Grevenmacher verzichtet dort für die Dauer der Corona-Krise auf Parkgebühren. Alle Zentren sind täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Besser zuerst Arzt anrufen

Das Gesundheitsministerium erinnert daran, dass die Patienten beim Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung zuerst per Telefon Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen sollten. Dieser stellt dann bei Bedarf eine Überweisung an das Centre de soins avancés aus. Sollte eine telefonische Konsultation nicht möglich sein, können die Versicherten die Einrichtung auch von sich aus aufsuchen.


Die Deichhalle in Ettelbrück ist eines von vier Centres de soins avancés.
Online-Plattform für Telekonsultationen in Betrieb
Kranke sollen sich via die neue Plattform "econsult" mit ihrem Arzt in Verbindung setzen. Die Plattform ist seit Donnerstag in Betrieb.

In den vier Centres de soins avancés arbeiten 75 Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger sowie Helfer, die sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet haben. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, zurzeit würden die Zentren von 220 Menschen am Tag aufgesucht. Maximal könnten 1.500 Patienten untersucht werden. Die Kapazität kann noch ausgebaut werden. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema