Gott hat Großes an ihr getan

Wegweiser zu Mariä Aufnahme in den Himmel

Die Heimsuchung Mariä.
Die Heimsuchung Mariä.
Wikipedia

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Für den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878 - 1965) kann nur im Austausch "auf Augenhöhe" eine wirkliche Begegnung zwischen Menschen stattfinden.

Diese Aussage trifft auf die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth zu: beide Frauen haben Großes, „Leben umwerfendes“ mit Gott erfahren. Sie tauschen sich aus, mehr noch sie geben einander Einblick in ihr Leben und ihren Glauben im Wissen, dass im Zuhören Verstehen und Vertiefung wachsen und ins Gebet führen.

Das Magnifikat ist ein Loblied, ein dankbares Entdecken, dass Gott Großes getan hat und tut. Maria greift ihr persönliches Erleben mit Gott auf und setzt es in Verbindung mit Gottes Handeln in der Geschichte der Menschen, die vor ihr gelebt haben.

Sie hat zutiefst erkannt, dass es nicht ihr Verdienst ist, dass Gott an ihr handelt. Gott, hat sie dazu erwählt, die Mutter Jesu zu werden. Im Gebet und in der Begegnung mit Elisabeth tritt Maria mehr und mehr in die tiefe innere Begegnung mit Gott ein und entdeckt, dass „Gott Großes an ihr getan hat“.

Was dieses Großes letztendlich ist, kann sie nur erahnen.

Am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel, feiern wir, dass Gott Maria in den Himmel aufgenommen hat. An ihr verdeutlicht Gott, was der Tod und die Auferstehung Jesu für uns Menschen bedeutet. Leben in Fülle, Leben das seine Vollendung findet bei Gott.


Marie-Christine Ries, Verantwortliche für die Diakonie im Service de la Pastorale, Verantwortliche des  diözesanen Projektes "Reech-eng-Hand", Erzbistum Luxemburg

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.