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Goesdorf: Schöffenrat erntet Misstrauensantrag
Lokales 14.12.2018

Goesdorf: Schöffenrat erntet Misstrauensantrag

Bittere Weihnachten: Der Gemeinde Goesdorf stehen wohl eher raue Festtage ins Haus.

Goesdorf: Schöffenrat erntet Misstrauensantrag

Bittere Weihnachten: Der Gemeinde Goesdorf stehen wohl eher raue Festtage ins Haus.
Foto: Nico Muller
Lokales 14.12.2018

Goesdorf: Schöffenrat erntet Misstrauensantrag

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Die Goesdorfer Gemeindeführung um Bürgermeisterin Christa Majerus-Schmitz steht vor dem Aus: Am Freitagnachmittag lehnte eine Mehrheit im Gemeinderat die Budgetvorlage des Schöffenrates ab, um anschließend einen Misstrauensantrag zu stellen.

Die Goesdorfer Gemeindeführung um Bürgermeisterin Christa Majerus-Schmitz steht vor dem Aus: Am Freitagnachmittag lehnte eine Mehrheit der Mitglieder des Gemeinderates die Budgetvorlage des Schöffenrates ab, um anschließend einen Misstrauensantrag gegen den Schöffenrat einzureichen.

In ihrer "Motion de censure" sprechen der Schöffe Claude Gilson sowie die Räte Jean-Paul Mathay, Norbert Maes, Marc Keilen und Christian Flora von "unüberbrückbaren Divergenzen" zwischen den Unterzeichnenden und dem Schöffenrat, die sich teils auch in "unangebrachtem, ja, drohendem und aggressivem Verhalten" gegenüber manchen Ratsmitgliedern niedergeschlagen hätten.

"Vertrauensvorschuss aufgebraucht"

Da der Vertrauensvorschuss des Schöffenrats in den Augen der Unterzeichnenden soweit aufgebraucht sei, dass eine normale Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten sowie eine gute Funktionsweise des Gemeinderats und ein angemessenes Voranschreiten der kommunalen Projekte nicht mehr gewährleistet sei, fordere man daher die Auflösung des aktuellen Schöffenrats.

Laut Gemeindegesetz muss nun frühestens in fünf bzw. spätestens in 20 Tagen eine neuerliche Ratssitzung einberufen werden, um über den Misstrauensantrag zu befinden.

Bürgermeisterin Christa Majerus-Schmitz, die im Oktober 2017 gleich bei ihrer erster Kandidatur auf Anhieb als Erstgewählte aus den Kommunalwahlen hervorgegangen war, zeigte sich am Freitag zwar sichtlich getroffen, erklärte aber erhobenen Hauptes, stets nur im Sinne der Bürger gearbeitet zu haben.

Offene und unterschwellige Vorwürfe

Auch wenn der teils noch unerfahreren Gemeindeführung sicherlich mitunter Fehler unterlaufen seien, so hätte sie sich doch gewünscht, dass man gemeinsam an einem optimalen Zusammenspiel im Gemeinderat gearbeitet hätte, so Christa Majerus-Schmitz, die denn auch durchblicken ließ, dass sie den Coup vor allem als Resultat kommunalpolitischer Machtkämpfe deutet.

Aus den Reihen der Misstrauensantragssteller hatte Schöffe Claude Gilson derweil zuvor erklärt, dass innerhalb des Schöffenrats zuletzt vieles an ihm vorbei gelaufen sei.



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