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Glitzernde Mosellandschaft vom Wasser aus erleben
Lokales 3 Min. 14.11.2019

Glitzernde Mosellandschaft vom Wasser aus erleben

Bei Dunkelheit können die Gäste die Ortschaften an der Mosel vom Wasser aus bewundern.

Glitzernde Mosellandschaft vom Wasser aus erleben

Bei Dunkelheit können die Gäste die Ortschaften an der Mosel vom Wasser aus bewundern.
Foto: Volker Bingenheimer
Lokales 3 Min. 14.11.2019

Glitzernde Mosellandschaft vom Wasser aus erleben

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Ein Lichtspektakel mit Musik nach dem Vorbild von "Rhein in Flammen" wird nächstes Jahr an der Mosel zu bewundern sein. Anfang Oktober soll das Spektakel viele Touristen aus dem In- und Ausland anziehen.

Es soll ein noch nie gesehenes Spektakel entlang der Luxemburger Mosel werden: „Mosel – Licht und Flammen“ heißt die Attraktion, die im kommenden Oktober die Gegend zwischen Wasserbillig und Remich mit buntem Licht und Feuerwerk in eine zauberhafte Atmosphäre versetzen wird.

Das Lichtspektakel ist inspiriert an der Veranstaltung „Rhein in Flammen“, die bereits seit 300 Jahren am Mittelrhein gefeiert wird. Das Pendant am Luxemburger Abschnitt der Mosel wird jedoch kein Abklatsch des traditionsreichen Vorbilds werden. Vielmehr setzen die Veranstalter – die Entente Touristique de la Moselle Luxembourgeoise, das regionale Tourismusbüro und Leader Miselerland – auf ein hochmodernes Konzept. „Feuerwerk ist wegen der Brandgefahr und wegen der Auswirkungen auf die Natur und die Luft in die Kritik geraten. Wir haben uns deshalb für moderne Technik entschieden“, erklärte Ghislain Ludwig von brain&more gestern bei der Vorstellung an Bord der MS Princesse Marie-Astrid. Die Kommunikationsagentur ist für die praktische Umsetzung des Events zuständig.

Diese Technik ermöglicht farbige Animationen, die auf große Fassaden projiziert werden. „Sogar Projektionen auf Wasserflächen oder Weinberge sind möglich“, fügte Ghislain Ludwig hinzu. Diese per Videomapping präsentierten Animationen sollen von Musik begleitet einzelne Gebäude in Szene setzen und den Zuschauern einen neuen Eindruck der Mosel vermitteln.


Tourismusministerin Françoise Hetto-Gaasch (M.) auf der neuen "MS Princesse Marie-Astrid".
Die „MS Princesse Marie-Astrid“ ist in Wasserbillig eingelaufen
Am Samstag um genau 10.35 Uhr war es endlich soweit: Die neue „MS Princesse Marie-Astrid“ lief in Wasserbillig ein. Zwei Tage benötigte das Schiff für seine Fahrt von Mondorf am Rhein, wo es gebaut wurde, bis zur Luxemburger Mosel. Tourismusministerin Françoise Hetto-Gaasch verspricht sich viel vom neuen Fahrgastschiff: „Die MS Princesse Marie-Astrid sorgt für neuen Elan im Tourismus“.

Schiffe starten nacheinander

Das Videomapping hat zudem praktische Vorteile: Die sieben teilnehmenden Schiffe müssen die Schleusen nacheinander passieren und starten deshalb im 30-Minuten-Abstand von Grevenmacher in Richtung Remich. Die Projektionen können deshalb für jedes Schiff von Neuem starten.

Start für „Mosel – Licht und Flammen“ ist in Wasserbillig, wo sich die Gäste aus dem In- und Ausland treffen. In Grevenmacher besteigen sie ihr Schiff und sehen von dort die Projektionen auf den Fassaden von typischen Gebäuden wie Kellereien und Winzerbetrieben, auf Bäumen und Landschaften. Die Reise führt moselaufwärts durch die zwei Schleusen mit Halt in Ahn, Wormeldingen und Stadtbredimus. Dort bekommen die Gäste eine Vorführung von Tänzern in illuminierten Kostümen zu sehen.

Am Ziel in Remich angekommen, sammeln sich die sieben Schiffe und ein großes Programm mit klassischem Feuerwerk und kulinarischem Angebot beginnt. Anschließend geht die Fahrt per Bus zurück zum Ausgangspunkt.

Attraktives Landprogramm

An den zwei Tagen, dem 2. und 3. Oktober nächstes Jahr, können die Schiffe rund 3 500 Passagiere aufnehmen. Sie bleiben die ganze Zeit über an Deck. „Das Spektakel ist aber auch für Besucher interessant, die nur das Landprogramm wahrnehmen wollen“, sagt Ghislain Ludwig. „An den einzelnen Stationen wird ein kleines Weinfest geboten. Da kann sich jeder so viele Punkte heraussuchen, wie er mag.“ An den sechs Etappen sind zudem Theatershows, lokale Märkte und Weinverkostungen geplant.

Léon Gloden, Präsident der Moselentente, sagte, die Idee zu einem Lichtspektakel auf der Mosel sei schon seit Jahren diskutiert worden. Die Wahl sei auf Anfang Oktober gefallen, weil es dann bereits früh dunkel werde und der Veranstaltungskalender in diesem Monat noch nicht so voll sei.

Gloden geht davon aus, dass das Event zwischen 400 000 und 500 000 Euro kosten wird. Das Tourismusministerium und Leader Miselerland haben Zuschüsse zugesagt. Auch die einzelnen Gemeinden wollen Geld beisteuern. Zusätzlich finanziert sich die Veranstaltung aus Sponsoring und dem Kartenverkauf.

Tourismusminister Lex Delles unterstrich, dass „Mosel – Licht und Flammen“ die gesamte Region verbindet. Durch das Programm zu Lande werde der Wein in den Vordergrund gerückt. Zudem helfe das Spektakel, Gäste aus dem Ausland, aber auch aus anderen Teilen Luxemburgs an die Mosel zu locken. Delles zeigte sich hoffnungsvoll, dass das Lichtspektakel für viele Jahre an der Mosel stattfinden kann.

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