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Gewitter am Freitag: Gemeinden bieten Einwohnern Hilfe an
Lokales 2 Min. 05.06.2021

Gewitter am Freitag: Gemeinden bieten Einwohnern Hilfe an

Eine Gewitterzelle bildet sich über Wiltz.

Gewitter am Freitag: Gemeinden bieten Einwohnern Hilfe an

Eine Gewitterzelle bildet sich über Wiltz.
Foto: Claude Windeshausen
Lokales 2 Min. 05.06.2021

Gewitter am Freitag: Gemeinden bieten Einwohnern Hilfe an

Am Freitagabend gingen zwischen 17 und 20.15 Uhr rund 918 Anrufe in der Notrufzentrale ein. Mehrere Orte wurden überschwemmt.

(m.r./jwi/SC) - Die starken Regenfälle und Gewitter, mit stellenweise 15 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter, sorgten am Freitag für zahlreiche Einsätze der Rettungskräfte. Wie der nationale Rettungsdienst CGDIS mitteilt, gingen zwischen 17 und 20.15 Uhr rund 918 Anrufe in der Notrufzentrale 112 ein. Die Rettungskräfte aus 35 Feuer- und Rettungswachen mussten 344 Mal ausrücken - vor allem wegen überschwemmter Keller, umgestürzter Bäume oder anderer Hindernisse auf den Straßen. 

Der Großteil der Interventionen fand im Bereich rund um die Hauptstadt (101 Einsätze), in Differdingen (110 Einsätze) und in der Region um Hosingen und Ulflingen statt. Aber auch in den Gemeinden Esch/Alzette und Monnerich gab es viele Einsätze. In den sozialen Medien kursierten am Abend Videos aus Differdingen, in denen zu sehen war, wie das Wasser kniehoch in der Straße stand. 

Die Stadt Differdingen zog am Samstagmorgen Bilanz: Noch über Nacht standen die Rue Émile-Mark, die Rue di Gaz, die Cité Henri-Grey, die Route de Pétange und die Rue C.-M.-Spoo unter Wasser. Betroffene der Überschwemmungen können vom Wasser beschädigte Gegenstände über das Wochenende vor der Tür abstellen - die Stadt kommt sie ab Montagmorgen zur Entsorgung abholen.

Auch die Gemeinde Reckingen/Mess bietet ab Montag einen Abholdienst für vom Unwetter beschädigte Gegenstände an. Zur Abholung kann der Service Technique unter der Nummer 3700241 kontaktiert werden. In der Mitteilung wird allerdings darauf hingewiesen, dass es sich nur um die Beseitigung von Sturmschäden handelt - das Unglück anderer solle nicht genutzt werden, um den eigenen Keller zu entrümpeln.  

In Reckingen/Mess sollte die Feuerwehr am Freitagabend eine eingeklemmte Person aus einem Auto retten, das in den Fluten stand. Am Einsatzort wurde das Auto allerdings leer aufgefunden. In Mersch musste eine Kuh gerettet werden und in Petingen hatte es gebrannt. Dort hatte der Blitz eingeschlagen. Niemand wurde verletzt.

Screenshort: Kachelmannwetter.com

Auf einer Onlinekarte von Kachelmannwetter.com wurden bis 17.15 Uhr insgesamt 4.296 Blitze in Luxemburg und der Großregion registriert.    

In Differdingen kam es gar zu größeren Überschwemmungen. Bilder auf den sozialen Netzwerken zeigen Autos, die in der Rue Emile Mark deutlich unter Wasser stehen.

Videos in den sozialen Medien sollten indes am Freitag mutmaßlich einen Tornado über Luxemburg zeigen. Es stellte sich schnell heraus, dass es allerdings nur feuchte Luftmassen waren, die hochgetrieben wurden.

Alle Details und den Überblick zu der aktuellen Straßenlage finden Sie auf unserer Service-Seite „Verkehr“.

Das Foto wurde kurz nach den starken Regenfällen bei Klerf von einer MyWort-Leserin aufgenommen.
Das Foto wurde kurz nach den starken Regenfällen bei Klerf von einer MyWort-Leserin aufgenommen.
Foto: MyWort/Danièle Defay

 

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