Gesundheitsministerium warnt: Luxemburger nehmen zu viele Antibiotika ein
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Antibiotika werden in vielen Fällen bei Erkältungen verschrieben - gegen Viren sind sie machtlos.
In Luxemburg werden trotz eindringlicher Appelle zu viele Antibiotika verschrieben und eingenommen. Nun stellen Ärzte seit drei Jahren fest, dass viele Bakterien resistent geworden sind.
Gesundheitsministerium warnt: Luxemburger nehmen zu viele Antibiotika ein
In Luxemburg werden trotz eindringlicher Appelle zu viele Antibiotika verschrieben und eingenommen. Nun stellen Ärzte seit drei Jahren fest, dass viele Bakterien resistent geworden sind.
(vb) - In Luxemburg werden trotz eindringlicher Appelle zu viele Antibiotika verschrieben und eingenommen. Nun stellen Ärzte seit drei Jahren fest, dass viele Bakterien resistent geworden sind.
An diesem Dienstag, dem europäischen Tag der Antibiotika, warnt das Gesundheitsministerium davor, dass solche Resistenzen eine ernsthafte Bedrohung für die Bevölkerung darstellen. Beim Verbrauch von Antibiotika liegt Luxemburg auf dem sechsten Platz in Europa. So werden hierzulande 2,5 Mal mehr Antibiotika verschrieben als in den Niederlanden.
Ärgerlich ist vor allem, dass sie oft falsch verschrieben werden. So stellen die Ärzte in Luxemburg vor allem im Winter entsprechende Rezepte aus. Das Gesunheitsministerium erinnert daran, dass Antibiotika gegen Erkältungskrankheiten meist wirkungslos sind, da Schnupfen, Husten und Grippe zu 80 Prozent von Viren ausgelöst werden. Gegen Viren können Antibiotika nichts ausrichten.
Bei schweren bakteriellen Infektionen schwindet die Wirkung der Antibiotika, weil die Bakterien zunehmend resistent werden, schreibt das Gesundheitsministerium. Besonders in den letzten drei Jahren habe sich dieser Trend verstärkt. Unterdessen werden kaum neue Antibiotika entwickelt.
Der falsche Einsatz von Antibiotika lässt Bakterien immun werden, es bilden sich multiresistente Keime. Die Medikamente verlieren ihre Wirkung. Die Folgen können verheerend sein.
Die Resistenz gegen Antibiotika ist eine der größten Gesundheitsgefahren weltweit. Sie kostet auch in der EU Leben. Am Dienstag wurde Luxemburgs erster Antibiotika-Plan für die nächsten fünf Jahre vorgestellt.
Viele Luxemburger denken, dass Antibiotika auch bei grippalen Infekten helfen. Zum europäischen Antibiotika-Tag erklärt ein Allgemeinmediziner, warum diese Annahme falsch ist – und weshalb der übertriebene Einsatz dieser Medikamente so gefährlich ist.
Nach einer starken Zunahme von Legionellosefällen auf der Mittelmeerinsel Mallorca hat das Gesundheitsministerium am Dienstag eine Warnung an Reisende ausgegeben.
Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium wollen bis Ende des Jahres den nationalen Antibiotikaplan fertigstellen. Dieser soll einen vernünftigen Umgang mit dem Medikament durchsetzen, um gefährliche Resistenzen zu verhindern.
Viele Menschen sind nicht darüber aufgeklärt, wieso ein unsachgemäßer Gebrauch von Antibiotika schwere Folgen haben kann. Antibiotika-Resistenz führt in Europa jährlich zu 25.000 Todesfällen.
Der allgemeine Freifahrtschein für Bus, Bahn und Tram stößt bei Verkehrsexperten auf wenig Begeisterung. Die strukturellen Probleme würden damit nicht gelöst, so der Tenor.
In Luxemburg wurde Jérémy L. rechtskräftig zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er einen Zöllner angefahren und verletzt hatte. In Belgien drohen ihm bis zu vier Jahre Haft, weil er einen Polizisten überfahren wollte.
Zu sechs Jahren Gefängnis ist am Donnerstag der Anführer einer dreiköpfigen Bande verurteilt worden, der von Thailand aus über Snapchat einen regen Drogenhandel in Luxemburg organisiert hatte.
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