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Gesundheitsministerin bestätigt Betten-Engpass
Lokales 2 Min. 24.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Mangel an Akutbetten

Gesundheitsministerin bestätigt Betten-Engpass

Engpässe in der Notaufnahme: Jetzt soll gehandelt werden.
Mangel an Akutbetten

Gesundheitsministerin bestätigt Betten-Engpass

Engpässe in der Notaufnahme: Jetzt soll gehandelt werden.
Foto: Pierre Matge
Lokales 2 Min. 24.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Mangel an Akutbetten

Gesundheitsministerin bestätigt Betten-Engpass

Der Engpass bei Akutbetten beschäftigt mittlerweile auch die Politik. Gesundheitsministerin Lydia Mutsch hat die Krankenhausleitungen um eine Stellungnahme gebeten und setzte eine Arbeitsgruppe ein.

(jag) - Es gab zu Beginn dieses Jahres einen Engpass bei den Akutbetten, von dem besonders das Centre Hospitalier du Luxembourg (CHL) betroffen war. Dies bestätigt Gesundheitsministerin Lydia Mutsch in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Abgeordneten Laurent Zeimet und Martine Mergen. Die Ministerin wandte sich deshalb am 26. Januar in einem Schreiben an die Direktion des CHL.

Diese erklärte den Engpass mit saisonalen Schwankungen, insbesondere im Zusammenhang mit grippalen Infekten und Atemwegserkrankungen. Zudem sei die Zahl der Stürze zu besagtem Zeitpunkt durch winterliche Wetterbedingungen erhöht gewesen.

Die Leitung des CHL versprach daraufhin, die internen Abläufe zu verbessern, um den Andrang der Patienten zu bewältigen. Demnach sollte kein Patient abgelehnt oder in ein Krankenhaus ins Ausland überwiesen werden.

Arbeitsgruppe eingesetzt

Dass das Problem aber wohl komplexer ist, zeigt ein Schreiben des Gesundheitsamtes an sämtliche Krankenhausdirektionen. In diesem Brief vom 5. Februar werden die Krankenhäuser aufgefordert, die Zahl ihrer freien Notfallbetten mitzuteilen. Eine Antwort liege zur Zeit noch nicht vor, so Ministerin Mutsch. Der Direktor des Escher CHEM Dr. Michel Nathan und der Notdienst-Koordinator der Robert-Schuman-Gruppe, Dr. Emile Bock, hatten zuvor in einem Artikel im "Luxemburger Wort" auf die angespannte Lage hingewiesen.

Die Ministerin geht aber noch einen Schritt weiter und hat zusammen mit Sozialminister Romain Schneider eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese soll nach weiteren Lösungen suchen, um den Andrang in den Notaufnahmen in den Griff zu kriegen.   

In ihrer Antwort verweist Lydia Mutsch auch auf die Belegung der Krankenhausbetten. Sie liege mit durchschnittlich 71,6 Prozent weit unter den maximal erlaubten 85 Prozent. Auch im europäischen Schnitt sei dies ein guter Wert.

Bettenzahl bleibt noch zu bestimmen

Langfristig will man über den Spitalplan zwar Akutbetten abbauen. Dies soll aber durch kürzere Aufenthaltszeiten in den Krankenhäusern ausgeglichen werden. Dies gilt vor allem bei Untersuchungen und kleineren Eingriffen. Weitere Maßnahmen sind der Ausbau der Bettenkapazitäten für mittellange Aufenthalte sowie für Langzeitpatienten.

Der Spitalplan sieht zudem zwar feste Bettenzahlen pro medizinischer Spezialisierung vor, allerdings bleibt die Bettenzahl pro Krankenhaus noch festzulegen. Sie wird über die Betriebsgenehmigung der einzelnen Häuser bestimmt werden. Die definitive Anzahl wird dann in letzter Instanz vom medizinischen Angebot der einzelnen Krankenhäuser abhängig sein.  


 

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