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Geschichte und sakrale Kunst zur Oktave: Zwölf Oktave-Miniaturen in Videoform
Lokales 12 3 Min. 25.04.2015 Aus unserem online-Archiv

Geschichte und sakrale Kunst zur Oktave: Zwölf Oktave-Miniaturen in Videoform

Lokales 12 3 Min. 25.04.2015 Aus unserem online-Archiv

Geschichte und sakrale Kunst zur Oktave: Zwölf Oktave-Miniaturen in Videoform

Was Sie vielleicht so noch nicht wussten: Abbé Patrick Muller erzählt in zwölf Kurzvideos die Geschichte der Muttergottesoktave und zeigt Kurioses und Wertvolles.

von Marc Thill

In zwölf Kurzvideos erzählt Abbé Patrick Muller die Geschichte der Muttergottesoktave und zeigt Kurioses und Wertvolles.

Der Votivaltar

Auf ihn richten sich die Blicke der Pilger, die während der Muttergottesoktave in die Kathedrale kommen. Hergestellt wurde er im Jahre 1766 zum 100. Jahrestages der Erwählung der Muttergottes zur Schutzpatronin der Stadt Luxemburg. In der Kunstschmiede der Abtei Orval - Orval zählte damals noch zu Luxemburg - wurde der Altar angefertigt. Es ist ein Geschenk des Volkes an die Muttergottes.

Die Muttergottesstatue

Die Statue ist nur 73 Zentimeter groß. doch seit 1624 haben Millionen Menschen ihr Leid vor sie getragen.

402 Jahre

402 Jahre ist es her, dass die ersten Grundsteine der alten Jesuitenkirche in der heutigen Rue Notre-Dame gelegt wurden, aus der dann später die Kathedrale von Luxemburg hervorgegangen ist. Der ursprüngliche Teil des Bauwerks ist ein bemerkenswertes Beispiel der Spätgotik mit Elementen des Barock und der Renaissance. Haben Sie schon die Verzierungen der Säulen in der alten Jesuitenkirche näher betrachtet?

Der Ausbau in den 1930er Jahren

Vor 402 Jahren wurden die ersten Grundsteine der alten Jesuitenkirche gelegt. In den Jahren 1935 bis 1938 wurde dann die Kathedrale erweitert. Dieser Anbau in Richtung Boulevard Roosevelt gibt der Kathedrale natürlich ein eigenartiges Innenleben. 

Ein Sonnengott in der Kathedrale?

Ja, das gibt es. Wer nämlich die Empore der Kathedrale näher betrachtet, der findet dort Verzierungen und Symbole, die er durchaus der Aztekenkultur zuordnen darf. Die Jesuiten, die vor 400 Jahren die Kirche erbauen ließen, waren missionarisch weltumspannend aktiv, also auch in Lateinamerika. Vielleicht kamen auf diesem Weg auch kulturelle und bildhauerische Einflüsse aus dem Reich der Azteken und Inkas nach Luxemburg.

Die Symbolik der Pforten

Wer die Kathedrale zur Oktave, für einen Gottesdienst oder auch nur für einen kurzen Besuch betritt, der öffnet am Südeingang eine schwere bronzene Tür. Ein kleines Detail am Rande, nicht größer als eine Hand, ein Türgriff! Die Türgriffe stellen schmale Engel dar, die das Haus Gottes bewachen.

Marienstatue von Auguste Trémont

Auguste Trémont war ein luxemburgischer Bildhauer und Maler. Er arbeitete vor allem in Paris und spezialisierte sich auf Tierskulpturen, darunter die beiden Löwen am Rathaus am Knuedler. 1953 wurde eine von ihm erschaffene Madonnenstatue über dem Westportal (auch Marienportal) der Kathedrale errichtet. Zur Prinzenhochzeit im Oktober 2012 wurde die Statue gesäubert. Auch wenn die Marienstatue noch sehr jung ist, so hatte dennoch der Zahn der Zeit an ihr genagt. Jetzt strahlt sie wieder in dem ursprünglichen hellen Sandstein.

Das Hauptportal

Die meisten Pilger, die zur Oktave kommen, treten durch das Hauptportal in die zwischen 1613 und 1621 errichtete Kathedrale ein. „Sit Nomen Domini Benedictum“, „Gepriesen sei der Name des Herrn“ steht dort.

Die ursprüngliche Glacis-Kapelle

Eine erste Glacis-Kapelle zu Ehren der Muttergottes wurde auf dem Glacis im Jahre 1628 errichtet. In einem Kirchenfenster der heutigen Glacis-Kapelle ist sie schematisch dargestellt.

Die heutige Glacis-Kapelle

Die heutrige Glacis-Kapelle am Schobermessplatz steht am Anfang der Marienwallfahrt in Luxemburg. Sie wurde 1885 unter Bischof Nicolas Adames errichtet.

Im Jahr 1624

Der Jesuitenpater Jacques Brocquart ruft 1624 die Marienwallfahrt in Luxemburg ins Leben. Ein Fenster in der Glacis-Kapelle erzählt das Entstehen der Oktave.

Patrona Civitatis

1666 wurde die Muttergottes zur Schutzpatronin der Stadt Luxemburg erwählt. Der Schriftzug „Patrona Civitatis“ und die Jahreszahl 1666 stehen in einem Fenster der Glaciskapelle, die diese Episode darstellt. Abbé Patrick Muller erklärt das Fenster. Kurios dabei: Die Kathedrale ist noch als die ursprüngliche Jesuitenkirche dargestellt, demnach nur mit einem Turm. 




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