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Geschäftswelt von Esch/Alzette: Der Name "Carina" ist erloschen
Lokales 11.02.2015 Aus unserem online-Archiv

Geschäftswelt von Esch/Alzette: Der Name "Carina" ist erloschen

"Carinabis" hat nach rund acht Jahren geschlossen. Das Geschäft war von der Tochter des Eigentümers des Geschäftes „Carina“, das rund 20 Jahre in Esch/Alzette bekannt war, eröffnet worden.

Geschäftswelt von Esch/Alzette: Der Name "Carina" ist erloschen

"Carinabis" hat nach rund acht Jahren geschlossen. Das Geschäft war von der Tochter des Eigentümers des Geschäftes „Carina“, das rund 20 Jahre in Esch/Alzette bekannt war, eröffnet worden.
Foto: Luc Ewen
Lokales 11.02.2015 Aus unserem online-Archiv

Geschäftswelt von Esch/Alzette: Der Name "Carina" ist erloschen

Der Nachfolger des Escher Traditionshauses "Carina", "Carinabis", hat seine Türen für immer geschlossen. Somit verschwindet nach dem Lederwarenladen Cahen ein weiterer Traditionsname aus der lokalen Geschäftswelt.

(L.E.) - Viele Escher denken mit Wehmut an das frühere „Carina“ in der Alzettestraße, in dem man sich über 20 Jahre lang einkleiden konnte. Als der Laden wegen der Pensionierung des Inhabers schloss, gründete seine Tochter einen neuen, kleineren Laden in der Rue de la Libération unter dem Namen "Carinabis". Auch wenn beide Geschäfte offiziell nichts miteinander zu tun hatten, so blieb der Name "Carina" dadurch doch in einem gewissen Sinn der lokalen Geschäftswelt erhalten. Seit einigen Tagen ist damit Schluss. "Carinabis" hat nach rund acht Jahren geschlossen, weil die Inhaberin aus privaten Gründen beschlossen hat, dem Berufsleben den Rücken zu kehren.

Neue Geschäfte in Sicht

Auf den Verlust der Traditionsmarke „Carina“ angesprochen, spricht die Präsidentin des Geschäftsverbands, Astrid Freis, von einem normalen „Kommen und Gehen“. Ein Nachfolger für das Geschäftslokal sei bereits gefunden. Nach dem 1. März sei mit der Eröffnung zu rechnen. Allgemein sei es richtig, dass es derzeit viele Baustellen in den Geschäftsstraßen der Minettemetropole gebe. Freis wertet dies als Zeichen dafür, dass viele Geschäftsleute bereit seien, in Esch/Alzette zu investieren. Viele neue Geschäfte seien in Planung.

Im Neubau, der am Standort der ehemaligen Apotheke „Fleur de Vie“ geplant ist, ist eine große Geschäftsfläche von 300 Quadratmetern geplant. Welches Geschäft hier einziehen wird, ist noch nicht bekannt.
Im Neubau, der am Standort der ehemaligen Apotheke „Fleur de Vie“ geplant ist, ist eine große Geschäftsfläche von 300 Quadratmetern geplant. Welches Geschäft hier einziehen wird, ist noch nicht bekannt.
Foto: Luc Ewen

So sei in dem Neubau, der am Standort der ehemaligen Apotheke „Fleur de Vie“ geplant ist, eine große Geschäftsfläche von 300 Quadratmetern geplant. Welches Geschäft hier einziehen wird, ist noch nicht bekannt. Die Arbeiten sollen frühestens in 18 Monaten beendet sein. Nur wenige Schritte weiter entsteht neben der Bijouterie Hopp eine kleine Galerie mit drei Geschäften. Im Allgemeinen könne keine Rede von einem Schwund sein, betont Freis. Für jedes Geschäft, das aus normalen, meist Altersgründen des Inhabers, schließt, sei mindestens ein Interessent zur Übernahme des betreffenden Geschäftslokals auf der Warteliste.

Auf wenigen Metern entstehen kurz- oder mittelfristig mehrere neue Geschäfte. Dem Geschäftsverband ist demnach nach eigenen Aussagen keineswegs bange um die Attraktivität der lokalen Einkaufswelt.
Auf wenigen Metern entstehen kurz- oder mittelfristig mehrere neue Geschäfte. Dem Geschäftsverband ist demnach nach eigenen Aussagen keineswegs bange um die Attraktivität der lokalen Einkaufswelt.
Foto: Luc Ewen

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