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Gerichtsverfahren gegen Ex-Richter gestoppt
Lokales 20.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Gerichtsverfahren gegen Ex-Richter gestoppt

Gerichtsverfahren gegen Ex-Richter gestoppt

Foto: Lex Kleren
Lokales 20.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Gerichtsverfahren gegen Ex-Richter gestoppt

Der Prozess gegen einen Ex-Vormundschaftsrichter und einen Anwalt muss aus prozeduralen Gründen vor einem Strafgericht mit anderer Zusammensetzung wiederholt werden.

(str)  - Eigentlich sollte am Donnerstag das Urteil verkündet werden, doch dann kam alles anders. Der Prozess gegen den ehemaligen Vormundschaftrichter Sandro L. und den Anwalt Luc T. wurde aus prozeduralen Gründen überraschend gestoppt.


Alle Parteien haben nun 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen.
Ex-Richter vor Gericht: Staatsanwaltschaft lässt Strafmaß offen
Ein ehemaliger Richter und ein Anwalt müssen sich wegen Amtsmissbrauchs vor Gericht verantworten. Die beiden sind enge Freunde.

Bei den Beratungen nach der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, dass einer von drei Richtern der Strafkammer, die mit dem Fall befasst waren, nicht befugt war, zu urteilen. Der Fall geht nun zurück an die Staatsanwaltschaft, die ihn dann erneut vor einer Strafkammer mit anderer Zusammensetzung zur Anklage bringen wird.

Über die Hintergründe dieser Entscheidung ist nichts bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass wohl einer der Richter oder ein Familienmitglied bereits mit dem angeklagten Anwalt oder Richter zu tun hatte.


Jusitz,Gericht, Tribunal,Recht.Foto:Gerry Huberty
Ehemaliger Richter wegen Amtsmissbrauchs angeklagt
Dem 49-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen Privates mit Beruflichem vermischt zu haben - und das nicht zum ersten Mal.

Der Ex-Vormundschaftsrichter war im Prozess beschuldigt worden, den befreundeten Anwalt bei der Verteilung von Vormundschaften in 221 Fällen bevorteilt zu haben.

Wann es zu einem neuen Prozess kommen wird, ist noch unklar.


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Weil er eine Beziehung zu einer Schutzbefohlenen unterhielt, war ein ehemaliger Vormundschaftsrichter im Juli 2017 zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Schadenersatz an die Eltern der Frau muss er jedoch nicht zahlen.
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