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Gerichtsklage abgewiesen: Kein Baustopp in Bleesbrück
Lokales 13.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Gerichtsklage abgewiesen: Kein Baustopp in Bleesbrück

Die Modernisierungsarbeiten an der Kläranlage Bleesbrück liegen zurzeit leicht im Vorsprung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan.

Gerichtsklage abgewiesen: Kein Baustopp in Bleesbrück

Die Modernisierungsarbeiten an der Kläranlage Bleesbrück liegen zurzeit leicht im Vorsprung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan.
Foto: Nico Muller
Lokales 13.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Gerichtsklage abgewiesen: Kein Baustopp in Bleesbrück

Nico MULLER
Nico MULLER
Im Dezember drohte ein Gerichtsverfahren die Modernisierungsarbeiten an der Kläranlage Bleesbrück jäh zu stoppen. Doch soweit kam es dann trotzdem nicht.

(NiM) - Eine fehlende Unterschrift auf einem Dokument hätte fast zu einem Baustopp auf dem Standort der Kläranlage Bleesbrück geführt. Seit Juli 2014 sind hier bekanntlich umfangreiche Modernisierungsarbeiten im Gang, die nicht zuletzt als Ziel haben, möglichst schnell die derzeit gültigen EU-Ablaufwerte zu erreichen und damit auch den Wegfall der täglichen Verzugsstrafen in Höhe von 2 800 Euro.

Im Rahmen der Vergabe der Arbeiten für die technische Bestückung des neuen Biologie-Trakts hatte der zweitgünstigste Anbieter (rund 11,3 Mio. Euro), die deutsche Gesellschaft für Wassertechnik und Apparatebau GmbH&Co KG, beim Verwaltungsgericht Luxemburg Klage eingereicht wegen eines Formfehlers in den Unterlagen des vom Siden-Büro zurückbehaltenen Anbieters (rund zehn Millionen Euro), der deutschen Gesellschaft Eliquo-Stulz. Auf einem Schriftstück fehlte nämlich eine Unterschrift.

Die Arbeiten an den neuen biologischen Becken sind derzeit voll im Gang.
Die Arbeiten an den neuen biologischen Becken sind derzeit voll im Gang.
Foto: Nico Muller

In seiner letzten Sitzung vor den Weihnachtsfeiertagen wies das Verwaltungsgericht die Klage jedoch ab, was die Siden-Verantwortlichen um Präsident Ali Kaes und Direktor Roland Schaack mit großer Erleichterung zur Kenntnis nahmen. Eine mögliche Konsequenz der Klage wäre nämlich einerseits ein Baustopp der Baumaßnahmen in Bleesbrück und damit eine Verzögerung von zwölf bis 18 Monaten gewesen.

Andererseits hätte sich der finanzielle Schaden für den Staat, den Abwasserverband sowie letztlich für den Bürger durch die Verzugsstrafen aus Brüssel sowie die Klagen anderer Unternehmen leicht auf mehrere Millionen Euro beziffern können. Jetzt aber ist sich die Siden-Führung sicher, dass nach dem jahrelangen Prozedurenweg (2003 bis 2013) und nach den juristischen Hürden, die sich nunmehr zum Guten gewendet haben, das Ziel des Erreichens der EU-Ablaufwerte bis spätestens Ende 2018 erreicht wird.

Sehr gut im Zeitplan

Die umfangreichen Modernisierungsarbeiten an der Kläranlage liegen übrigens leicht im Vorsprung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Auch der finanzielle Rahmen konnte bisher eingehalten werden. Bekanntlich liegt das Gesamtinvestitionsvolumen bei 81 Mio Euro.

Gearbeitet wird derzeit in der Hauptsache am neuen biologischen Teil der Anlage, an verschiedenen Schlammbehältern sowie dem Bau des neuen Verwaltungs- und Betriebsgebäudes. Die Abdichtungsarbeiten der Baugrube mittels Betonbohrpfählen sind abgeschlossen und die Bodenplatte, auf der die Wände der zukünftigen biologischen Klärstufe hochgezogen werden, ist in Fertigstellung.


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