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Gerichtschronik: Die Woche im Rückblick
Lokales 19.09.2020

Gerichtschronik: Die Woche im Rückblick

Gerichtschronik: Die Woche im Rückblick

Grafik: Sabina Palanca
Lokales 19.09.2020

Gerichtschronik: Die Woche im Rückblick

Zum Auftakt der Session 2020/2021 beschäftigten sich die Richter mit Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. Doch auch ein Gewalttäter musste sich verantworten. Die Gerichtswoche im Rückblick.

(SH) - Sie machen den Großteil jener Prozesse aus, die Woche für Woche an den Bezirksgerichten Luxemburg und Diekirch stattfinden: Verhandlungen um Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. 

Dies war auch zum Auftakt der Gerichtssession 2020/2021 nicht anders und so mussten sich zahlreiche Verkehrsteilnehmer vor den Richtern verantworten. Alleine am Mittwochvormittag hatte für fünf Fahrer eine Alkoholfahrt ein juristisches Nachspiel

Ein Mann war zum wiederholten Mal beim Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erwischt worden. Vier weitere hatten aufgrund ihres alkoholisierten Zustandes die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren und waren in Unfälle verwickelt.

Alle Fahrer müssen mit einem Fahrverbot - für einige unter ihnen wohl zur Bewährung ausgesetzt - und einer Geldstrafe rechnen. 

Der „Terrorist von Ulflingen“

Die Richter am Bezirksgericht Diekirch hatten es am Donnerstag unterdessen mit einem Mann zu tun, der immer wieder im Norden des Landes für Unruhe sorgt. Fayçal M., der sich selbst als „Terrorist von Ulflingen“ bezeichnet, sah in gleich mehreren Personen pädophile Menschen und sich selbst als „Jäger von Pädophilen“. Obwohl es für seinen Verdacht keine wirkliche Begründung gab - die Personen hatten lediglich Familienfotos auf ihrem Handy - übte Fayçal M. eine Art Selbstjustiz aus und fügte einem der Männer schwere Verletzungen zu und beleidigte und bedrohte den anderen.


Gericht - Prozesser - Photo : Pierre Matgé
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Doch auch bei diversen Behörden fiel Fayçal M. negativ auf. Im Steuerbüro in Clerf legte er sich mit einer Beamtin an, bevor er beim Verlassen des Gebäudes „Allahu akbar“ rief und somit den Mitarbeitern weiter Angst einflößte.

Zudem filmte der Beschuldigte seine Gespräche bei den Behörden und stellte die Filme anschließend  mit teilweise sehr negativen Kommentaren ins Internet. Nun riskiert er eine Haft- und Geldstrafe.

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