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Georges Liesch neuer Präsident des Sicona-Westen
Georges Liesch ist der neue Präsident vom Sicona-Westen.

Georges Liesch neuer Präsident des Sicona-Westen

Foto: Chris Karaba
Georges Liesch ist der neue Präsident vom Sicona-Westen.
Lokales 24.02.2018

Georges Liesch neuer Präsident des Sicona-Westen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Nach der Wahl von Roberto Traversini als ProSud-Präsident, kann sich ein weiterer Vertreter von Déi Gréng an der Spitze eines größeren Gemeindesyndikates durchsetzen: Georges Liesch. Er ist der neue Präsident vom Sicona-Westen. Allerdings stehen die Büromitglieder des Umweltsyndikates noch nicht alle fest.

Das Stühlerücken in den Gemeindesyndikaten nach den Wahlen vom Oktober wird fortgesetzt. So auch im Sicona-Westen, in dem der Differdinger Schöffe Georges Liesch (Déi Gréng) diese Woche zum Präsidenten gewählt wurde. Damit kann sich, nach der Wahl von Roberto Traversini als ProSud-Präsident, ein weiterer Vertreter von Déi Gréng, an der Spitze eines größeren Gemeindesyndikates durchsetzen. Wie Traversini folgt auch Liesch auf einen LSAP-Vertreter, in diesem Fall Roby Biwer.

Darauf angesprochen, sagte Georges Liesch am Freitag dem LW: „Bei den Gemeindewahlen ist es zu Änderungen gekommen. Da ist es logisch, dass sich dies auch in den Gemeindesyndikaten widerspiegelt“.

Georges Liesch ist Schöffe in Differdingen.
Georges Liesch ist Schöffe in Differdingen.
Foto: Lex Kleren

Kein CSV-Kandidat

Der Differdinger Schöffe konnte sich in einer Abstimmung knapp gegen die frühere Monnericher Bürgermeisterin Christine Schweich (LSAP) durchsetzen. Von der CSV hatte es keinen Kandidaten für den Präsidentenposten gegeben. Dass es im Vorfeld eine Abmachung zwischen CSV und Déi Gréng gegeben hätte, lässt Georges Liesch nicht gelten: „Das Sicona ist ein Umweltsyndikat, da geht es nicht um große Politik, sondern um Arbeit, die getätigt werden muss.“


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Pattsituation bei Abstimmung

Doch muss in der Sitzung eine gewisse Spannung gewesen sein. Dies auch, weil von den 21 Personen, die von ihren jeweiligen Gemeinden in das Syndikat entsandt worden waren, 20 da waren. So ist es bei einer Abstimmung von einem Büromitglied zu einer Pattsituation gekommen. Dies zwischen Christine Schweich und der DP-Rätin aus Bartringen, Jessy Krier, die beide zehn Stimmen verbuchen konnten.

„Wir waren uns nicht sicher, wie die Situation zu handhaben sei“, so Georges Liesch. Weshalb die Sitzung unterbrochen wurde und Rat beim Innenministerium gesucht wurde. In solch einem Fall soll das Los entscheiden, hieß die Antwort. „Wir hatten an diese Möglichkeit gedacht, wollten aber sichergehen, keinen Fehler zu machen“, so Liesch noch. Demnach werden in der nächsten Sicona-Westen-Sitzung noch drei Büromitglieder zu bestimmen sein. Ein Datum für diese Sitzung, die auch wieder spannend werden dürfte, steht noch nicht fest.


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