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„Georges Kayser Altertumsfuerscher": Ein Zeltlager der ganz besonderen Art
Jugendlager der "Georges Kayser Altertumsfuerscher" 2014

„Georges Kayser Altertumsfuerscher": Ein Zeltlager der ganz besonderen Art

Foto: Marc Wilwert
Jugendlager der "Georges Kayser Altertumsfuerscher" 2014
Lokales 7 2 Min. 08.08.2014

„Georges Kayser Altertumsfuerscher": Ein Zeltlager der ganz besonderen Art

Am Samstag endet rund um die historischen Anlagen der Römervilla „Um Miecher“ das Zeltlager der „Georges Kayser Altertumsfuerscher“. Eine Jugendveranstaltung der etwas anderen Art. 

(L.E.) - Die Teilnehmer konnten sich bei dem Camp als Hobby-Archäologen betätigen. Bereits zum 24. Mal fand in diesem Jahr das Lager statt. Auch wenn die Veranstalter über schrumpfende Teilnehmerzahlen klagen, so waren doch immerhin 35 jüngere und ältere Forscher mit von der Partie.

Wenn der Präsident der „Georges Kayser Altertumsfuerscher“, Jacques Bonifas, bedauert, dass dieses Jahr „nur“ 35 Ehrenamtliche am Zeltlager der GKA teilgenommen haben, darunter ein gutes Dutzend Jugendliche, dann würde so mancher Leiter einer ehrenamtlichen Vereinigung vor Neid erblassen und von einem Luxusproblem sprechen. Immerhin gibt es mit dem Unwetter vom vergangenen Jahr einen „Schuldigen“, dass 2014 nur halb so viele Teilnehmer gezählt werden konnten wie in den Vorjahren. Zudem gab es dieses Jahr fast zeitgleich zwei große nationale Pfadfinderlager, was wohl auch eine nicht zu vernachlässigende Konkurrenz gewesen sein dürfte.

Dass dennoch so viele Jugendliche und Junggebliebene freiwillig in ihrer Freizeit die Fernbedienung oder das Sportgerät gegen eine Hacke und eine Schaufel tauschen, liegt wohl an der einzigartigen Kombination aus Archäologie und Pfadfinderatmosphäre, gepaart mit der leidenschaftlichen Begeisterung der ehrenamtlichen Organisatoren.

Am meisten Sorgen bereitet Jacques Bonifas auch diesmal wieder das Wetter. Wenige Wochen vor Beginn des Lagers, das stets in der ersten Augustwoche stattfindet, hatte ein schwerer Sturm in der Gegend um Simmern gewütet. Unweit der Ausgrabungsstätte befindet sich denn auch eine neue Schneise. Bonifas wünscht sich daher den Bau eines Unterstandes. Im Wald selbst wird aus Sicherheitsgründen nicht mehr gezeltet. Das eigentliche Lager befindet sich auf einem Feld neben der Römervilla. Davon lassen sich die motivierten Teilnehmer dennoch nicht abschrecken.

Der 64-jährige Gust, der zu den etwas jünger gebliebenen Teilnehmern des Lagers zählt und selbst langjähriger und überzeugter FNEL-Pfadfinder ist, fasst es so zusammen: „Bei den Pfadfindern gehen die Alten grillen und Thüringer verkaufen, damit die Jugendlichen um die Welt reisen können. Hier ist es so, dass wie bei Horaz das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird und die Arbeit von jedem zur Sache beiträgt. Von dem, was wir hier alle gemeinsam leisten, bleibt etwas Wertvolles übrig.“

Einen ausführlichen Bericht, mit weiteren Bildern und dem Lager aus Sicht einer Teilnehmerin, lesen Sie im Luxemburger Wort vom 9. August.