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Gemütlich und ökologisch durch die Stadt
Lokales 20.03.2012

Gemütlich und ökologisch durch die Stadt

Mit dem „Vélo-Cab“ kommt man bequem von einer Sehenswürdigkeit wie dem großherzoglichen Palais ...

Gemütlich und ökologisch durch die Stadt

Mit dem „Vélo-Cab“ kommt man bequem von einer Sehenswürdigkeit wie dem großherzoglichen Palais ...
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 20.03.2012

Gemütlich und ökologisch durch die Stadt

Seit kurzem gibt es eine neue Art der Mobilität in Luxemburg: das „Vélo-Cab“. In dem mit Körperkraft angetriebenen und von einem Elektromotor unterstützten Gefährt haben zwei Erwachsene oder ein Erwachsener und zwei Kinder Platz.

Von Isabella Freilinger

Seit kurzem gibt es eine neue Art der Mobilität in Luxemburg: das „Vélo-Cab“. In dem mit Körperkraft angetriebenen und von einem Elektromotor unterstützten Gefährt haben zwei Erwachsene oder ein Erwachsener und zwei Kinder Platz. Sein Initiator Jérémy Charlet betont, dass es sich sowohl als Möglichkeit für Touristen, die Stadt kennenzulernen, als auch als Taxi für Einheimische bereits nach wenigen Tagen großer Beliebtheit erfreue.

Für fünf Euro kann man sich 15 bis 20 Minuten durch die Stadt fahren lassen, entweder auf einer vorgegebenen „City-Center-Tour“ oder auf einer Strecke nach eigenem Wunsch. Auch ausgedehntere Touren wie die „Greenbelt-Tour“ oder die „European Tour“ werden für einen geringen Aufpreis angeboten. Das „Vélo-Cab“ kann sowohl telefonisch wie auch per E-Mail gebucht, oder, wenn frei, spontan genutzt werden.

Momentan ist das Fahrradtaxi mit Startpunkt bei der „Gëlle Fra“ (Place de la Constitution) von 14 bis 19 Uhr unterwegs, in Zukunft wird sich das laut Firmenchef Jérémy Charlet aber ändern: „Bald werden wir bereits um 9 Uhr morgens beginnen, auch einen Nacht-Service würde ich gerne anbieten – für gemütliche Nachtrundfahrten und um Ausgehende nach Hause zu bringen.“

Startpunkt bei der „Gëlle Fra“

Neben dem „Vélo-Cab“ betreibt Jérémy Charlet mit einem anderen Fahrzeug auch ein „Vélo-Cargo“, einen Fahrradlieferservice, mit dem er zum Beispiel Waren für Firmen ausliefert oder auch Kartons für Privatpersonen transportiert. Auch als Träger von Werbung sollen die Vélos in Zukunft funktionieren – die Seitenflächen stehen zum Verkauf. Auch spezielle Kleidung und das Verbreiten von Werbeflyern gehören zum Programm.

Als Werbeträger seien die Fahrräder ein verlockendes Angebot, denn: „Sie werden in der ganzen Stadt gesehen, viele Leute sind so begeistert, dass sie unbedingt ein Foto davon haben wollen.“ Jérémy Charlet betrachtet seinen Broterwerb auch aus ökologischer Sicht: „Das Vélo-Cab und das Vélo-Cargo sind umweltfreundliche Arten des Transportes ohne jeglichen CO2-Ausstoß.

Einen Euro pro Fahrgast sowie fünf Prozent der Werbeeinnahmen spende ich an soziale Organisationen. Auch würde ich gerne kostenlose Rundfahrten für Senioren anbieten und mit Jugendlichen zusammenarbeiten. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen.“