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Gemeindewahlen in Rambrouch: LSAP muss Kandidatin streichen
In Rambrouch dürfte der Wahlkampf nun vollends entbrannt sein.

Gemeindewahlen in Rambrouch: LSAP muss Kandidatin streichen

Foto: Guy Jallay
In Rambrouch dürfte der Wahlkampf nun vollends entbrannt sein.
Lokales 08.09.2017

Gemeindewahlen in Rambrouch: LSAP muss Kandidatin streichen

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Nachdem die Kandidatur einer LSAP-Politikerin wegen einer Streichung aus dem Personenstandsregister für unzulässig erklärt wurde, dürfte in Rambrouch für Zündstoff im Gemeindewahlkampf gesorgt sein.

(jl) - In der Gemeinde Rambrouch dürfte im Verlaufe des kommenden Monats wohl für genügend Zündstoff im Kommunalwahlkampf gesorgt sein, nachdem der LSAP-Sektion am Dienstag bei der Deponierung ihrer Kandidatenliste eröffnet wurde, dass mit Laurence Depienne eine ihrer Bewerberinnen kurz zuvor von Bürgermeister Toni Rodesch (CSV) per „radiation d'office“ aus dem Personenbestandsregister gestrichen worden war und deren Kandidatur damit unzulässig ist.

Wie Bürgermeister Rodesch am Freitag auf Nachfrage erklärte, habe er sich, wie andere Bürger auch, schon bei der Publikation der LSAP-Liste in der Zeitung über die Kandidatur von Laurence Depienne mit der Wohnortangabe Arsdorf gewundert, da die Dame doch augenscheinlich in Belgien wohne.

Voraussetzung für eine Kandidatur sei laut Gesetz aber, dass man nicht nur in der Gemeinde gemeldet ist, in der man kandidiert, sondern auch in der Tat dort  wohnhaft ist.

Nach juristischer Absicherung habe er daher eine polizeiliche Überprüfung der Wohnverhältnisse veranlasst, die den Verdacht denn auch erhärtet und erst kurz vor der Deponierung der LSAP-Liste zur ordnungsgemäßen Streichung von Laurence Depienne aus dem Gemeinderegister geführt habe. Ein sicher penibler, aber doch korrekter Vorgang, den sich die LSAP letztlich selbst zuzuschreiben habe, wie Rodesch meint.

Während sich Laurence Depienne am Donnerstag gegenüber RTL schockiert zeigte, blieb seitens der Rambroucher LSAP-Sektion allerdings eine offizielle Reaktion aus. Deren Spitzenkandidat Marcel Maack war bisher telefonisch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

In einem Facebook-Post drängt Maack jedoch darauf, dass man in einem Rechtsstaat vor der Streichung aus dem Populationsregister doch zumindest Einsicht ins Protokoll der polizeilichen Überprüfung erhalten müsse.


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