Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Gemeindewahlen: Dreierkoalition in Bettemburg bestätigt
Gusty Graas, Josée Lorsché und Laurent Zeimet (v.l.n.r.) werden für eine weitere Amtsperiode die Geschäfte in Bettemburg leiten.

Gemeindewahlen: Dreierkoalition in Bettemburg bestätigt

Foto: Alain Piron
Gusty Graas, Josée Lorsché und Laurent Zeimet (v.l.n.r.) werden für eine weitere Amtsperiode die Geschäfte in Bettemburg leiten.
Lokales 09.10.2017

Gemeindewahlen: Dreierkoalition in Bettemburg bestätigt

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Nach einer kurzen Bedenkzeit haben sich "Déi Gréng" in Bettemburg entschieden: Die Dreierkoalition mit der CSV und der DP soll fortgeführt werden. Kurze Zeit stand die Möglichkeit einer Koalition mit der LSAP im Raum.

(na) -  CSV, "Déi Gréng" und die DP werden auch während der nächsten Mandatsperiode das Sagen im Bettemburger Schloss haben. Während Bürgermeister Laurent Zeimet, dessen CSV einen Sitz gewinnen konnte, und Schöffe Gusty Graas (DP) sich bereits am Wahlabend dafür ausgesprochen hatten, hatte sich Schöffin Josée Lorsché ("Déi Gréng") einen Tag Bedenkzeit genommen.

Theoretisch wäre auch eine LSAP-"Déi Gréng"-Koalition möglich gewesen. Die LSAP war am Wahlsonntag unter die 40-Prozent-Marke gerutscht, stellt aber weiterhin die stärkste Partei in Bettemburg dar.

Josée Lorsché und Joanne Kommes-Rodesch werden für „Déi Gréng” in den Bettemburger Gemeinderat einziehen.
Josée Lorsché und Joanne Kommes-Rodesch werden für „Déi Gréng” in den Bettemburger Gemeinderat einziehen.
Foto: Lex Kleren

Am Montagmorgen besprach Josée Lorsché die Angelegenheit mit der Parteileitung von "Déi Gréng". Am Abend fand dann eine Diskussion innerhalb der lokalen Sektion statt. In den zwei Gesprächsrunden kam man zur Schlussfolgerung, dass eine Fortführung der Dreierkoalition die bessere Lösung darstelle, so Josée Lorsché am späten Montagabend.

Projekte der Dreierkoalition weiterführen

Einerseits könne so das Programm, das die Dreierkoalition vor sechs Jahren eingeleitet  hat, weiter geführt werden. Der inklusive Waldkindergarten ist gebaut, der ökologische Parkplatz beim Märchenpark, die Neugestaltung der Rue de la Gare, der Bau von Sozialwohnungen und eines neuen Kulturzentrums in Hüncheringen, das alles habe die Dreierkoalition in die Wege geleitet, betont Lorsché.

Rote Karte für die LSAP

Währenddessen habe die LSAP mit "roten Karten" gegen diese Projekte hantiert und eine systematische Oppositionspolitik geführt, so Lorsché. Würden "Déi Gréng" mit der LSAP koalieren, "dann wären wir nicht mehr glaubhaft" so Lorsché.

Für Guy Frantzen und die LSAP, reicht es wieder nicht.
Für Guy Frantzen und die LSAP, reicht es wieder nicht.
Foto: Lex Kleren

Andererseits habe der Abstiegstrend der LSAP auch zu dieser Entscheidung geführt.  Die LSAP sei wohl immer noch die stärkste Partei in Bettemburg. Doch ist sie seit 2005 kontinuierlich von 54 Prozente auf 39,5 Prozente in der Wählergunst abgesunken. "Das zeigt, dass ihre Politik nicht belohnt wird". Im Gegenzug sei die Koalition durch den Sitzgewinn der CSV gestärkt worden.

Mit der CSV und der DP werde auf Kontinuität gesetzt. Das nächste große Projekt der Dreierkoalition werde der Ausbau der Kapazitäten für die "Maison relais" sein, so Lorsché. "Wir planen bereits drei Jahre daran". 

Für die LSAP bedeutet dies, dass sie sich während einer weiteren Mandatsperiode mit der Oppositionsrolle zufrieden geben muss. Bürgermeister bleibt voraussichtlich Laurent Zeimet.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Wiseler: "Wir kämpfen weiter"
Die CSV will die Koalitionsverhandlungen genau beobachten und ist weiter gesprächsbereit. Sie sieht mit der DP mehr Schnittmengen - DP-CSV wäre die stabilere Regierung.
"Weiter zu kämpfen, sind wir unseren Wählern schuldig", sagt Claude Wiseler.
Gemeindewahlen in Bettemburg: Ein offenes Rennen
In einer Hitparade der Gemeinden, in denen der Wahlausgang ungewiss ist, dürfte Bettemburg ganz oben landen. Wird es CSV-Bürgermeister Laurent Zeimet gelingen, seinen Bürgermeisterstuhl zu verteidigen? Oder feiert die LSAP ein Comeback?